neue feministische Hausbesetzung: abelegasse 2

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Seit heute gibt es neuerlich eine feministische Raumnahme – die 2. dieses Jahr;
Adresse: abelegasse 2, 1160 Wien

Infos zum Anspruch der Besetzenden Gruppe:

Wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe von Personen, die sich durch die Kritik an Hierarchien und Diskriminierung auf Grund von Geschlecht, Herkunft, ökonomischen Möglichkeiten und anderen gesellschaftlichen Schubladen zusammengefunden hat. Wir sehen uns als feministisches Kollektiv, das sich auf der Suche nach Raum zum Leben und Gestalten dazu entschlossen hat zu besetzen.

Den Raum, den wir uns so erkämpfen, wollen wir öffnen für Frauen* Lesben* Inter* und Transgender*.

Mehr unter:
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Zur letzten Besetzung Strozigasse 39 am 09.mai 2013

Statement zur Besetzung der Strozzigasse 39

Am 9. Mai war das Haus in der Strozzigasse 39 besetzt.

Wir, ein femistisches Besetzer_innenkollektiv, wollten mit dieser Aneignung einen Raum schaffen, in dem wir die sexistischen Verhältnisse, in denen wir leben, aushebeln und unseren Lebensraum selbstbestimmt gestalten können. Wir kämpfen für das Recht auf Stadt. Die Stadt stellt ein Zentrum des Kapitalismus dar, gestaltet und verändert wird sie von jenen, die die finanziellen Möglichkeiten haben, nicht die, die sie nutzen. Die Reaktionen, die wir während der Besetzung bekamen, machten das wieder einmal deutlich.

Offensichtlich steht dieses Haus schon lange leer und es scheint seitens der Eigentümer_innen kein Interesse zu bestehen, es in Stand zu halten. Das zweistöckige Haus würde über ca. 200 m² Wohnfläche bieten und hat einen wunderschönen Innenhof in dem neben Efeu und Wein auch ein alter Birnenbaum wächst. Die meisten Räume des Hauses sind entweder einsturzgefährdet oder unbenützbar. Es macht uns wütend, dass ein Haus, dass eine so hohe Wohnqualität bieten würde, einfach verfallen lassen wird.
Wir, die Besetzer_innen dieses Hauses, sind neben der politischen Motivation, die kapitalistische Wohnpolitik anzugreifen, auf der Suche nach einem Haus zum Wohnen und Nützen. Das ist leider in diesem Haus nicht mehr möglich. Deswegen haben wir es nach einem Tag wieder verlassen. Während des Tages der Besetzung haben wir bemerkt, dass viele Leute ein Interesse an diesem Haus haben und viele Erinnerungen und Ideen damit verbunden werden. Wir haben viele Leute getroffen, die uns verschiedene Dinge über die Strozzigasse 39 erzählt haben.
Wir glauben, dass diese Informationen alle und besonders die Nachbar_innen etwas angehen:

(Diese Informationen sind eine Zusammenfassung von dem, was wir erzählt bekommen und herausgefunden haben, wir können daher nicht für die hunderprozentige Richtigkeit und Vollständigkeit garantieren.):

>>Das Haus ist Ensemble geschützt.
>>Der hintere Trakt der Strozzigasse 39 muss mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wegen eines Wasserschadens abgerissen werden.
>>Eigentümerin ist die Tanya GmbH, deren Manager Wilhelm Hemetsberger ist. Er ist außerdem der Eigentümer der Strozzigasse 37.
>>Wilhelm Hemetsberger arbeitete für die Deutsche Bank und ist externer Finanzberater der Salzburger Landesregierung.
http://kurier.at/meinung/kolumnen/wirtschaft-von-innen/der-rote-willi-als-trouble shooter/2.323.546
>>Die Eigentümerin erklärte uns, dass schon seit längerer Zeit Gespräche mit der Baupolizei in Bezug auf das Haus stattfinden. Weiters erzählte sie, dass jede Kleinigkeit in Bezug auf Veränderungen am und im Haus von dieser genehmigt werden müsse.
>>Von einem Passanten erfuhren wir, dass hier eine Garage gebaut werden soll.
>>Die Reaktion der Eigentümerin auf die Besetzung war, dass ihr Mann das Haus rechtmäßig gekauft habe und das Geld an die Kinderkrebshilfe gegangen sei.
>>Durch weitere Recherche scheint deutlich, dass das Haus entweder direkt von der Kinderkrebshilfe oder über eine_n weitere_n Besitzer_in gekauft worden ist.

Aus diesen Gründen finden wir es absurd, dass die Eigentümerin den Kauf des Hauses als etwas Wohltätiges darstellte. Denn wir sind der Meinung, dass die Tanya GmbH, die Immobilieninvestment betreibt, höchstwahrscheinlich das Ziel verfolgt, das Haus umzuwidmen, um es dadurch zumindest teilweise abreißen zu können.

In diesem Sinne: Besetzen statt besitzen!
Wohnraum statt Leerstand!

http://med-user.net/~ekh/rapidite.html#t3

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