DIE STADT UND DIE LÜGE …

kennst du diese gassen / die vor mauern plötzlich enden / und an weit entfernten plätzen wieder weitergehn / das was da dazwischen liegt /
das nennen lügner gerne himmel / ich war dort und schwöre dir / ich wollte schleunigst wieder gehen.
Wir denken an Wien, wenn wir diese Zeilen aus einem Gedicht Ernst Moldens lesen. Es ist eine Stadt, wo immer etwas «dazwischen» liegt, das intuitiv nicht das Unsere ist, das aber verkauft wird als etwas, das wir dringend brauchen. Die Großprojekte in Wien, die Eroberung ganzer Straßenzüge durch Wettcafés, die halbleerstehenden Wolkenkratzer, Parkverbauungen durch einen «Haberer», der zu viel Geld hat, neue Städte rund um neue Seen in der Stadt, da ein Shoppingcenter, dort ein Shoppingcenter – das alles wird uns glücklicher machen, suggerieren die Meinungsgeneratoren. Es sind Unorte, die zu ihrer Geburt die Lüge nötig haben, denn dass sie für den Gewinn und nicht für die Menschen gemacht wurden, könnte Wut erzeugen …

Auszug aus dem aktuellen Programm-Newsletter des Aktionsradius-Augarten;
www.aktionsradius.at

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