17. April Landbesetztung update: 2

update: news-Ticker, kurzer Video Bericht, Link zu Artikel auf standard.at, forderungen + Petition
———–
http://17april.blogsport.eu/

Die aktuelle Lage heute, am 19. April:

12:00 Uhr: Heute Morgen waren zwei Vertreter_innen der Grünen Floridsdorf auf der Fläche für Gespräche mit den Besetzer_innen und es wurde generelle Solidarität ausgesprochen.

Ab 17:30 werden sich Nachbar_innen auf der Fläche einfinden zum Kaffee und Kuchen und zum weiteren Austausch. Alle die Lust und Motivation haben sind herzlich eingeladen Kuchen mitzubringen und sich dazu zu gesellen.

Die Stimmung ist weiter gut, vor allem die Nachricht, dass das Rektorat der Uni Wien besetzt worden ist wurde mit Freude aufgenommen. Trotzdem braucht auch die ländliche Bewegung weiter helfende Hände und Menschen die Lust haben sich einzubringen. Von daher kommt vorbei, werdet aktiv!

———–

———–

Feldbesetzung in Wien
„Wir bleiben, um zu gärtnern“
Maria von Usslar, 18. April 2012 17:00

Aktivisten besetzen seit Dienstag brachliegende Versuchsfelder der Boku und fordern sowohl freie Landnutzung als auch Ernährungssouveränität
http://derstandard.at/1334531056374/Feldbesetzung-in-Wien-Wir-bleiben-um-zu-gaertnern
———–

SoliLa! Jedlersdorf bleibt!

Posted on April 19, 2012 by krisu

– Bitte unterzeichnen! – Bitte weiterleiten! [via]

Unterstützungserklärung

Seit 17. April, Tag des kleinbäuerlichen Widerstands, besetzen ca. 100 Landlose, Studierende und Aktivist*innen den ehemaligen Boku-Versuchsgarten in Wien 21, Jedlersdorf, um hier Gemüse anzubauen und solidarisch zu landwirtschaften. Das Land wurde bisher bereits von Stadtlandwirtschaftsinitiativen genutzt. Die vier Hektar fruchtbaren Lands sind jedoch bedroht, verbaut zu werden. Dabei kommt aktuell der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), der Universität für Bodenkultur (Boku) und auch der Stadt Wien eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der möglichen Verbauung zu. Wir unterstützen das auf der Fläche entstehende Projekt „Solidarisch Landwirtschaften“, kurz SoliLa! Jedlersdorf und setzen uns hiermit für dessen Fortbestand ein.

Wir kritisieren, dass

  • unsere Stadt täglich weiter zubetoniert wird, obwohl 80.000 Wohnungen und 30 % der Büroflächen in Wien leer stehen. Allein zwischen 1997 und 2003 wurden in Wien 2.420.000 m² Grünflächen verbaut. Dabei handelte es sich großteils um landwirtschaftlich genutztes Land. Jeden Tag werden in Österreich 15 Hektar Land durch Verbauung oder Verkehr nahezu unwiederbringlich gefressen.
  • gleichzeitig der Zugriff auf enorme Flächen in anderen Ländern steigt (zB Landgrabbing, Spekulation). Auf diesen Flächen werden Nahrungsmittel, Futtermittel, Agrartreibstoffe und Ressourcen für Wien produziert bzw. abgebaut. Das verschärft globale Land- und Ressourcenkonflikte immer weiter.
  • es absurd ist, dass in Zeiten von Klimawandel, Energie- Ernährungs-, Finanz- und Wirtschaftskrise, „peak oil“ und „peak soil“ fruchtbares Land immer weiter verbaut und spekulativen Interessen zugeführt wird.
  • wenige finanzkräftige Akteure, „Experten“ und Eliten über zentrale demokratische Fragen bestimmen. In der Krise der Demokratie brauchen wir freie, selbstbestimmte und solidarische Räume, in denen Demokratie neu gelebt werden kann und Menschen auf Augenhöhe zusammenleben und -arbeiten können.

Wir stellen uns gegen die weitere Verbauung (zB über die Bundesimmobiliengesellschaft, BIG). Denn eine nachhaltige, bedürfnisorientierte und solidarische Lebensmittelproduktion und -versorgung ist eine wichtige Antwort auf die ökologische und soziale Krise.

Deshalb unterstützen wir die SoliLa,

  • eine selbstbestimmte, solidarische, bedürfnisorientierte und lokale Landwirtschaft aufzubauen, über die Menschen mit gesunden und ökologisch nachhaltigen Lebensmitteln versorgt werden können.
  • einen Ort zu schaffen, der den Austausch und die Weitergabe von Wissen ermöglicht und der allen Menschen offen steht, die sich aktiv an diesem Projekt auf Augenhöhe beteiligen wollen.
  • weil es emanzipatorische und kreative Ansätze in Bildung, Forschung und Lehre, sowie im politischen und sozialen Zusammenleben und im Verhältnis zur Natur braucht.
  • landwirtschaflichen Grund vor Verbauung zu schützen, zu erhalten und eine zukunftswürdige und emanzipatorische Stadtentwicklung zu ermöglichen.
  • weil dieses Projekt gerade in Wien eine wichtige und zukunftsweisende Form der Landnutzung ist. Land ist Gemeingut und die sozial und ökologisch nachhaltige Bewirtschaftung ist eine zentrale Zukunftsperspektive. Dafür braucht es eine gesellschaftliche Wende, für die Projekte wie SoliLa einen wichtigen Beitrag leisten.
  • gemeinsam mit vielen anderen emanzipatorischen Kräften für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung einzutreten.

http://www.change.org/petitions/universit%C3%A4t-f%C3%BCr-bodenkultur-bundesimmobiliengesellschaft-stadt-wien-bebauungsstopp-und-solila-bleibt#

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeine Infos abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu 17. April Landbesetztung update: 2

  1. das gelände in jedlersorf könnte ein musterbeispiel dafür werden das zeigt: diejenigen, die unsere gemeingüter verwalten können nicht nur profitorientiert sondern auch gemeinnützig handeln! denn es ist ja offenkundig, dass eine zukünfige verwendung der flächen als bauland profitabel ist, dass andererseits aber eine nutzung als gründland und als ort einer regionalen lebensmittelversorgung weit mehr den gemeininteressen der menschen vor ort entspricht. möge das projekt solila jedlersdorf kräftige wurzeln schlagen und langfristig gedeihen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.