Wem gehört die Stadt? Recht auf Stadt heißt Recht auf Land!?

16. April 2012
18:30bis22:00

Montag 16. April 2012 ab 18:30
im Veranstaltungsraum des Amerlinghaus

Wir leben und arbeiten tagtäglich in dieser Stadt. Unsere Leben und unsere Tätigkeiten in dieser Stadt sind verschieden und das ist gut so, das macht unsere Stadt aus – dadurch produzieren und schaffen wir unsere Stadt. Und (auch) deshalb haben wir alle ein Recht auf Stadt. Doch wer bestimmt, was wir tun? Wer bestimmt, was andere tun?

Wir essen tagtäglich. Viele von uns haben in der einen oder anderen Form auch mit der Produktion von Nahrungs-, nein, Lebensmitteln zu tun. Deshalb haben wir alle ein Recht auf Ernährungssouveränität. Aber wie ist es um unsere Lebensmittel bestellt? Wo und wie werden diese in unserer und für unsere Stadt produziert, verteilt und konsumiert? Wie sieht das in anderen Städten und wie sieht das in ländlichen Regionen und im europäischen und Globalen Süden aus?

Viele Fragen sind in Bezug auf unsere Stadt, auf unser Essen, auf unser Tun aufgeworfen: Wer bestimmt wie über unsere Stadt, unser Essen und unser Tun? Wer hat welche Möglichkeiten? Grundvoraussetzung für für die Produktion von Nahrungsmitteln ist Land. Wer verfügt darüber? Wie und wofür wird Land aktuell genutzt? Wie ist das historisch entstanden?

Aktuell wird all das immer weiter privatisiert, immer weiter zur Ware gemacht, während Arbeit, Leben und Zugänge von vielen immer prekärer werden. Zugleich bestimmen wenige finanzkräftige Akteure und „Experten“ über zentrale demokratische Fragen. Doch geht es genau darum: Welche Demokratie, welche Stadt, welche Lebensmittel wollen wir? Welche brauchen wir? Wer ist „wir“? Was hat das mit dem Umgang mit privatem und öffentlichem Raum, mit Ausgrenzung und Eingrenzung zu tun?

Indem wir tun, was wir tun, indem wir kreative Projekte und Netzwerke entwickeln und uns Wissen und Fähigkeiten aneignen, stellen wir Fragen. Dazu wollen wir uns ein Stück öffentlichen Raum aneignen und beginnen, diese Fragen gemeinsam zu diskutieren. – Und zwar am Vorabend des „Tags des kleinbäuerlichen Widerstands“. Wir alle haben was damit zu tun. Wir alle können gemeinsam auch anders tun. Eine andere Welt ist pflanzbar und Widerstand ist fruchtbar!

Mit:

– Dieter Behr, Europ. BürgerInnenforum, SOC-Solidaritätskampagne und Afrique-Europe Interact
– Andrea Seidling, freie Architektin, Universitätsassistentin und Kuratorin der Ausstellung „Platz da!“
– Sonja Burtscher, Gärtnerin und Landlose in Wien
– Denia Mejia, COPINH, Menschenrechtsaktivistin aus Honduras
– N. N., BürgerInneninitiative „Alte Donau“ (angefragt)

Moderation: Franziskus Forster

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Ein Kommentar zu Wem gehört die Stadt? Recht auf Stadt heißt Recht auf Land!?

  1. Christine Muchsel sagt:

    Eine Freundin ohne PC, ältere Dame aus Wien 7., sucht dringend zum Anlegen eines Permakultur-Hochbeets Platz in einem Gemeinschaftsgarten oder Ähnlichem.
    Wo gibt es in Wien Menschen, die sich damit beschäftigen und noch ein Fleckchen Boden frei haben ? Sie ist auch sehr daran interessiert, den Gedanken der gemeinsam genutzten Commons für Nahrungsmittelanbau weiter zu verbreiten.
    Bin in ihrem Namen für jeden guten Tip dankbar.
    Christine

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