F13-Aktionstag

13. April 2012

Auch für den Freitag den 13. April lädt die F13-Community alle Personen und Initiativen aus dem sozialen und künstlerischen Bereich ein, eigene Ideen zu verwirklichen. Themen: Die Stadt gehört uns! Niemand hat das Recht, sozialeGruppen aus den Konsummeilen und Passagen zu verbannen, nur weil sie «das Stadtbild» (das heißt: ein irrationales Sicherheitsbedürfnis, das von den Unsicherheitserzählungen der Boulevardmedien genährt wird) stören. Die Aktivist_innen freuen sich auf «teilnehmende Beobachtung» durch interessierte Leserinnen und Leser; Mitmachgelegenheiten gibt es zum Beispiel wie folgt.

http://www.f13.at/

Fahrscheinkontrolle einmal anders

Treffpunkte: 11.30 Uhr, AugustinVertrieb, 1050, Reinprechtsdorfer Straße 31 (im Hof) oder 12.00 Uhr vor der U4-Station Pilgramgasse.

Dass die Forderung nach einem Nulltarif im öffentlichen Personennahverkehr keine utopische ist, zeigt die estnische Hauptstadt Tallinn vor. Der Rückgang des Autoverkehrs, eine geradezu logische Folge der Öffi-Freifahrt, brächte ökologische Vorteile, die gesellschaftsrelevanter sind als die vergleichsweise unspektakulären Kosteneines Nulltarifs. Aus Augustin-Sicht würde der Nulltarif eine Strafe-Schulden-Strafe-Spirale beenden; einen armen Menschen – der 100 Euro Strafe wegen Schwarzfahrens zahlen muss, die er nicht bezahlen kann – in ein Polizeigefängnis zu stecken, was der Gesellschaft 150 Euro pro Gefangenen pro Tag kostet, ist vollkommen absurd. Und schreit nach einer provokanten und irritierenden Reaktion. Die Augustin-Verkäufer_innen, die Theatergruppe desAugustin und die Rebel Clowns Army schwärmen zu einer Fahrscheinkontrolle mit umgekehrten Vorzeichen ins U-Bahnnetz aus: Wer ohne Fahrschein angetroffen wird, wird belohnt.

Zorbas Mob
Treffpunkt: 14.00 Uhr Bahnhofspassage Praterstern
«Alexis Zorbas» ist der bekannteste Roman des griechischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis. Noch bekannter ist der auf ihm basierende Hollywood Film «Zorba the Greek», dessen Sirtaki-Tanz des Anthony Quinn (Titelrolle) ins allgemein gültige Griechenland-Bild einfloss. Die Popularität dieser Tanzmusik in Österreich nützend, werden in diesen Flash Mob auch Passantinnen und Passanten einbezogen. Während in der großen Halle getanzt wird und die Gruppe «Slow Forward» ihre F13-Performance «crawling for accepTANZ» vorführt, rufen Aktivist_innen zur Solidarität mit den Griech_innen auf. Aus überheblicher Mitteleuropa-Sicht werden sie zu Säuen erklärt, vor die man die Perlen der «Griechenlands-Rettungs»-Gelder wirft. Die Anti-Griechen-Kampagne der Kronenzeitung hilft mit, den Plan der EU-Eliten zu vernebeln, den kompletten Abbau der staatlichen Wohlfahrtssysteme an einem Versuchsland vorzuexerzieren. Im Anschluss weitere Zorbas Mobs an anderen Orten.

WIEN MUSEUM: Eintritt frei!
Das Team des WIEN MUSEUMS am Karlsplatz schließt sich erstmal dem F13-Projekt an. Am Freitag, 13. April können alle Menschen, die an der Kasse einen Augustin herzeigen, gratis dieAusstellung «Besetzt – Kampf um Freiräume seit den 70ern» besuchen.

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