Gentrifizierung – Sportplatz weg – Tourismus her!

Der Drang nach Aufwertung verschiedener Städtischen Lagen, macht sich immer wieder vor allem dort bemerkbar, wo es um die Möglichkeit geht mehr Geld verdienen zu können. In einer Stadt wie Wien hat das sehr oft mit Tourismus zu tun. In diesen Beispiel Wiener Gentrifizierugspolitik ist es eine Sportstätte die Ersatzlos aufgelassen werden soll – der Platz eignet sich einfach viel besser für Parkplätze für den naheliegenden Tourismus Magneten Schönbrunn.

Mehr Info unter: http://s408819028.website-start.de/

Kampagne für Sportvereine
Am 21.02.2012 wurde die Initiative, bestehend aus Mitgliedern verschiedener dort eingemieteter Vereine unter dem Titel „Kampagne für Sportvereine“ gegründet. Das Ziel lautete die Sportanlage Schönbrunn vor dem ersatzlosen AUS zu retten bzw. für die über 1000 Sportlerinnen und Sportler eine adäquate Alternative als neue sportliche Heimat im Westen Wiens zu erhalten.

Worum geht’s eigentlich?

Das Grundstück schräg gegenüber vor dem Haupteingang zu Schloss Schönbrunn gehört der Republik Österreich.

Die Sportunion Wien hat dieses Grundstück auf 99 Jahre gepachtet und darauf eine Leistungsturnhalle errichtet. Das ist eine Turnhalle mit spezieller Ausstattung, die in dieser Form die einzig in Wien öffentlich zugängliche Trainingshalle für Sportarten wie Kunstturnen, Turn 10, Sportakrobatik oder Freerunning, Parcour, Martial Art Tricking, Freestyle Akrobatik ist.

Diese Leistungsturnhalle ist sanierungsbedürftig – in den vielen letzten Jahren wurden aus verschiedenen vereins- und parteipolitischen Gründen keine Sanierungsmaßnahmen mehr vorgenommen. Die Sportunion Wien und die selbst ernannte Sportstadt Wien spielen den Ball der Veranwortung hin und her. Klar war auch, dass Schönbrunn ein massives Eigeninteresse hat, dieses Grundstück in die touristische Nutzung einzubinden (sei für die Errichtung von Busparkplätzen, Touristenpark mit Kleinkommerz,…)

So wurde nach jahrelang im Stillen geführten Verhandlungen nun offenbar ein Konsens zwischen der Sportunion Wien (für die vorzeitige Aufgabe des Pachtrechts und der Sportanlage), der Stadt Wien (für die Umwidmung) und den Betreibern von Schloss Schönbrunn gefunden.

Die über 20 am Gelände beheimateten Vereine, mit einer im vierstelligen Bereich befindlichen Zahl an Breiten- und SpitzensportlerInnen wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Am spätestens 31.12.2012 ist das Gelände zu verlassen. Die 400 wöchentlich das Sportzentrum besuchenden Kinder und Jugendlichen, Sportlerinnen und Sportler stehen ohne ihr Leistungszentrum, das für Viele ein Zuhause geworden ist, da.

Die betroffenen Mitglieder verstehen die Welt nicht mehr. In Zeiten von Integrationsdiskussion und Fettsteuer wird ein Wiener Sportzentrum in ausgezeichneter Lage einfach ERSATZLOS aufgelassen.

Keiner scheint sich dafür zu interessieren, wohin all die Kinder und Jugendlcihen ausweichen können. Dass Wien ein Sportstättenproblem hat, ist hinlänglich bekannt.

Keiner scheint sich dafür zu interessieren, dass mit einer größeren Trainingspause die olympische Sportart Kunstturnen für viele junge Nachwuchstalente ein Traum bleibt und mit dieser Atkion auch die Pipeline des österreichischen Kunssturnens in der Millionenstadt Wien abgesägt wird.

Die Initiative, die sich aus betroffenen Mitgliedern verschiedener Vereine formierte, hat sich zum Ziel gesetzt, für dieses Sportzentrum aufzustehen, für dieses Sportzentrum einzustehen und von allen Beteiligten die Verantwortung einzufordern:

  • Schaffung eines adäquaten Ersatzsportzentrums – so wie es auch das (hier leider großzügigst ausgelegte) Wiener SportstättenSchutzGesetz fordert, und so wie es die Betroffenen benötigen (kein am Reissbrett entworfenes Konzept), sowie
  • Aufrechterhaltung des Trainingsbetriebs – mittels Entwicklung eines sporterhaltenden Absiedelungskonzepts.
  • An Lösungsvorschlägen mangelt es uns nicht. Wir können uns als integrierenden Bestandteil in die Neugestaltung für Schloss Schönbrunn genauso sehen, wie in einer neuen sportlichen Heimat, im unmittelbaren Nahbereich.

    Und wir haben uns darauf eingestellt, lange zu arbeiten. Es geht um unsere Kinder, um unsere Jugendlichen, um unseren Sport. Es geht um ein Stück Lebensqualität. Und wir werden nicht akzeptieren, dass diese Interessen zwischen Vereins- und Stadtpolitik, sowie wirtschaftlichen Interessen auf Kosten unserer Kinder mehr zählen.

     

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