Commons in der Stadt – Wie die Stadt durch Commons gewinnt

3. Dezember 2011
10:00bis17:00

„Commons“ und Gemeingüter bringen neue Aspekte in die aktuelle Diskussion über sozial verträgliche und nachhaltige Wirtschaftsformen ein.

03.12.2011 | 10:00 – 17:00 – Commons in der Stadt – Wie die Stadt durch Commons gewinnt

Haus der Begegnung Mariahilf, Königseggasse 10 – 1060 Wien
 
Auch Städte gerieten in den letzten Jahren unter den Druck neoliberaler Verwertungslogik. Stadtplanung orientiert sich am Ziel des Profits und wendet sich hauptsächlich an Investoren. Die Nutzung des öffentlichen Raumes wird durch immer mehr Verbote eingeschränkt und zunehmend auf Autoverkehr und Konsum reduziert, während etwa Straßenkünstler_innen oder Bettler_innen systematisch ausgegrenzt oder sogar kriminalisiert werden. Darunter leidet die Lebensqualität in den Städten genauso wie die Möglichkeit von Bürgerinnen und Bürgern, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Städte zu beteiligen. Als Reaktion darauf sind viele unterschiedliche Initiativen entstanden, in denen Menschen versuchen, sich ihre Städte aktiv wieder anzueignen. Diese reichen von Critical Mass – Veranstaltungen und Gehsteigfesten über Guerilla Gardening bis zu Stadtteilinitiativen, die sich dem Verkauf ihrer Häuser und Siedlungen an Investoren widersetzen.

Alle diese Dinge können unter dem Begriff der „urbanen Commons“ diskutiert werden, wobei Fragen von Eigentums- und Nutzungsrechten ebenso verhandelt werden wie Probleme von Nutzungskonflikten und deren Regelung und Fragen einer direkten Demokratie. Es geht darum, einen emanzipatorischen Begriff des „Öffentlichen“ zu entwickeln, der nicht auf den Staat beschränkt ist, sondern die Bewohnerinnen und Bewohner von Städten als mündige Menschen wahrnimmt. Wie das in konkrete Praxis umgesetzt werden kann, darüber wird es in dieser Veranstaltung gehen.
 
Zielsetzung:
Die TeilnehmerInnen können ihre persönlichen Erfahrungen und ihre Tätigkeit in verschiedenen Initiativen und zu verschiedenen Themen unter dem Begriff Commons in einen größeren theoretischen und gesellschaftspolitischen Zusammenhang stellen, gemeinsame Anliegen und Problemstellungen erkennen und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickeln, als BürgerInnen ebenso wie als KommunalpolitikerInnen. In dem Zusammenhang ist es auch notwendig über Konzepte wie Eigentum, Demokratie oder BürgerInnenbeteiligung neu nachzudenken.
 
Programm:
10.15 – 11.30 Kurzvorträge
a) Jens Kastner: Die neoliberale Stadt und die Bewegung „Recht auf Stadt“

b) Brigitte Kratzwald ([ http://www.commons.at/ ]www.commons.at ): Urbane Commons

11.45 – 12.30 Projektvorstellung

12.30 – 14.00 Mittagspause

14.00 – 15.45 Diskussion in Arbeitsgruppen
1. Offene Reparatur und Recyclingwerkstätten – sinnvoll und
selbstbestimmt arbeiten?
2. Obstbäume in der Stadt – als Beitrag zur regionalen
Nahrungsmittelversorgung
3. Bürgerkommune – neue Formen kommunaler Mitbestimmung und
Bürgerbeteiligung
4. Kunst & Aktion – Taktiken der Aneignung im öffentlichen Raum
5. Wissensallmende – Wissen wird durch Teilen mehr, nicht weniger

16.00 – 17.00 Gemeinsamer Abschluss – Vernetzung bestehender und Anstoß
zu neuen Projekten und Kooperationen

Während des ganzen Tages: Marktplatz der beteiligten Initiativen und
Projekte

Veranstalterin: Grüne Bildungswerkstatt
Teilnahme gratis
Eine kurze Anmeldung ist zwecks Überblick hilfreich: [ mailto:peter-krobath@chello.at ]
peter-krobath@chello.at

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