Stadterforschung 23 – Kaisermühlen

26. November 2011
12:30

Quellenangabe:
Stadterforschung 23 – Kaisermühlen – 26.11.2011 (vom 15.11.2011),
URL: http://no-racism.net/article/3945/, besucht am 16.11.2011

[15. Nov 2011]
Stadterforschung 23 – Kaisermühlen – 26.11.2011

Kaisermühlen, eine Insel zwischen Neuer und Alter Donau, beherbergt einige raumplanerisch und stadtgeschichtlich interessante Gebiete und Orte. Zu Fuß werden diese erforscht. Treffpunkt ist am Samstag, 26.11.2011, um 12:30 Uhr bei der U1-Station Donauinsel, Ausgang Nord -Hubertusdamm.

Die Donau City ist ein Wiener Stadtentwicklungsgebiet und Teil von „Waterfront – Stadt am Wasser“, einem der 13 Zielgebiete des Wiener Stadtentwicklungsplans 2005. Im Rahmen der Stadterforschung schauen wir uns an, ob man die bisherige Entwicklung als gelungen bezeichnen kann. Auch können wir dabei die Baustelle des künftig höchsten Gebäudes Österreichs – des DC Towers von Dominique Perrault besichtigen.

Der Donaupark ist auch heute noch von der WIG 64 geprägt. Die ca. 80 ha große Parkanlage war bis 1960 eine Mülldeponie und liegt zwischen der Neuen Donau und der Alten Donau. Nach der Sanierung der Deponie, von 1962-1964, wurde auf diesem Areal die Internationale Gartenschau 1964 (WIG 64) abgehalten. Eine Hauptattraktion der WIG war der 1964 fertig gestellte und rund 250m hohe Donauturm von Architekt Hannes Lintl.

Die Alte Donau ist ein Altarm nach der Donauregulierung und ein stadtnaher Ort für Erholung und Freizeitaktivitäten – im Sommer zum Baden, Rudern und Segeln, im Winter zum Eislaufen. Florian Berndl war um 1900 der Erfinder des Gänsehäufels. Die Gänse an der Alten Donau waren die Namensgeber des Gänsehäufels.

Die Donau-City-Kirche als architektonische Sehenswürdigkeit werden wir ebenfalls passieren, bevor wir in das eigentliche Kaisermühlen gelangen. Dort erwartet uns der Goethehof mit 727 Wohnungen, einer der bekanntesten Wiener Höfe der Zwischenkriegszeit, der bei den Februarkämpfen des Bürgerkriegjahres 1934 eine wichtige Rolle einnahm und das Kaiserwasser, letzter Zeuge der Auenlandschaft, die vor der Donauregulierung das Gesicht Kaisermühlens prägte.

Kaisermühlen wird nach den ehemaligen kaiserlichen Schiffsmühlen an der Donau benannt. Die letzte wurde 1930 eingestellt. Am Schüttauplatz steht die Herz-Jesu-Basilika. Nach dem 2. WK wurden die ersten 3 Wiener Hochhäuser (Marshallhof) errichtet. Die U1, die Überplattung der Donauufer-Autobahn sowie deren Überbauung werden wir begehen. Die große Donau-Regulierung erfolgte nach Hochwässern und Eisstau in den Jahren 1869-1875 zwischen Nußdorf und Albern. Links der Donau befand sich ein 474 m breites unreglementiertes Überschwemmungsgelände. Weitere Hochwässer waren Anstoß zum Bau der 21 km langen Donauinsel, einer sogenannten Freizeitlandschaft, in den Jahren 1974-1977.

Stadterforschungen in Wien und darüber hinaus sollen zur Selbstaneignung von (Stadt-)Geschichte dienen, zur Entwicklung eines kritischen Blicks auf Stadt(-entwicklungen, -planungen) beitragen. Aus verschiedenen Gründen interessante Orte gibt es ja genug. Also: bei Interesse kommen, und wenn wer was über die jeweiligen Orte weiß einfach erzählen.
Kontakt: stadterforschung (at) gmx.at

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