Experiment Days Wien #1

18. November 2011
19. November 2011
20. November 2011

http://experimentdays-wien.at/hintergrund/

Hintergrund

Partizipativer Wohnbau in Österreich meint derzeit das Bauträgerprojekt mit eingeschränkter Mitbestimmungsmöglichkeit als Mietmodell. Dies ist nur eine der möglichen Formen des gemeinsamen Bauens. Wir fragen uns, welche anderen Modelle entwickelt und/oder unterstützt werden können. Wünschenswert ist, Strategien zu fördern, die im Aufwand schlanker sind, um Wohn- und Arbeitsorte mit partizipativem Hintergrund in Kombination mit Eigentums- bzw. Erbpachtmodellen zu ermöglichen.

Auf der Projektbörse gezeigte Best Practice-Beispiele werden aufzeigen, dass guter Städtebau entsteht, wenn sich PlanerInnen und ArchitektInnen mit gut durchdachten Projekten dem Thema der Stadt in all seiner Komplexität nähern und kleinmaßstäblich Lösungen anbieten. Auch Initiativgruppen können die Verantwortung übernehmen und in Kooperation mit den Experten unabhängig und in Eigenverantwortung Stadt bauen.

Leerraum bedeutet Kreativraum. Es geht daher auch um die Erfindung neuer Lösungen für langfristige Nutzungsvereinbarungen zwischen Stadt und Initiativgruppen, die Eigenverantwortung ermöglicht. Diejenigen, die ihre Energie und ihr Wissen langfristig in zukünftige Stätten des Gemeinwohls investieren, erwarten dafür Anerkennung und Sympathie.

Die Begründung für diese Forderung liegt in dem wichtigsten Kriterium für ein funktionierendes städtisches und damit urbanes Gefüge – der Durchmischung von etablierten Stadtbewohnern und Zugereisten. Der Spielraum für ungewöhnliche Lösungen muß vorhanden bleiben, damit sich auch junge oder kreative Menschen das Leben in der Stadt leisten können und mit Ihnen Kreativität in der Stadt spürbar bleibt.

Die Idee des Gemeinsamen Bauens und Wohnens ist nicht nur ein Pluspunkt der sozialen Nachhaltigkeit. Sie sucht nach Alternativen im Wohnen und Arbeiten und denkt in der sozialen Frage integrativ. Menschen, die Interessen des Gemeinwohls wahrnehmen wollen, tun dies in einer Gruppe mit anderen und gehen den beschwerlichen Weg des Aushandelns von Kompromissen, die das Gemeinwohl zwangsläufig widerspiegeln. Das sollte honoriert und vor allem ermöglicht werden.

Hier findet ihr das Programm: http://experimentdays-wien.at/

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