Lindengasse 60 – Epizentrum / heute vs. realität

25. Oktober 2011
26. Oktober 2011
27. Oktober 2011
28. Oktober 2011
29. Oktober 2011
30. Oktober 2011

Heute gab es wieder einen ganz besonders tollen Artikel im Qualitätsmedium „heute“

http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,615953

Hausbesetzung
Was machen Kinder im besetzten Abbruch-Haus?

Chaoten lassen ihre Kleinkinder auf eiskaltem, dreckigen Boden spielen (© privat )

Keine Heizung, kein fließendes Wasser. Der Fußboden ist dreckig, voller Essensreste, das Haus ist extrem einsturzgefährdet – wirklich kein Platz für Kinder! Das schert die Hausbesetzer, die sich in der Lindengasse 60 bis 62 breit gemacht haben, wenig. Sie haben ihre Babys dabei.

Verantwortungsvolle Eltern würden ihre Kinder niemals diesem Dreck und dieser Gefahr aussetzen. Doch in der Lindengasse 60-62 ist – wie das Foto beweist – alles anders: Die Hausbesetzer aus der linken Szene spielen seelenruhig mit ihren Kleinen in dem Abbruch-Haus.

Und das Jugendamt? Interessiert sich offenbar gar nicht für die Rabeneltern.

Doch Hauseigentümer BUWOG warnt eindringlich: „Das Haus ist in keinem guten Zustand. Wir würden niemandem raten, es zu bewohnen. Das haben wir den Besetzern auch gesagt“, so BUWOG-Sprecher Thomas Brey. Er betont, man sei um eine friedliche Lösung ohne Polizei-Einsatz bemüht, habe auch schon Gespräche mit den Besetzern geführt.

Da nun aber Kinder in Gefahr sind, soll es schon heute einen Krisengipfel geben.

Dem gegenüber steht vielleicht (oder sehr wahrscheinlich) die Realität – zum Projekt gibt es jetzt seit kurzen auch ein rund 8min Video das nicht unbedingt den Eindruck erweckt als ob da Kinder von „Rabeneltern“ gequält werden.

aber sieht selbst unter:

am besten ist aber sicher immer noch einfach vorbeizuschauen, deshalb mal gleich das Programm der nächsten Tage im Epizentrum:

Das Programm ist auch, was ihr macht! Vorschläge an epizentrum [at] riseup [punkt] net.

weiter hier:

Dienstag 25.10.:

Renovieren, Bauen, Einrichten

Bei der Arbeit gemeinsam voneinander lernen. Es gibt nichts was irgendjemensch nicht kann. Und zwei linke Hände sind noch immer besser als zwei rechte. Hemmschwellen abbauchen, sich Fähigkeiten aneignen und weitergeben, Spaß haben, und dabei nutzbare, angenehme Räume schaffen.

Bringt gerne auch Material und Werkzeuge mit.

18:00 Plenum zu Raumnutzung

21:00 Freie Uni Wien: Geopolitik in der Praxis

Mittwoch: 26.10. (antinationalfeiertag):

ab 20:00 punk-beisl wir scheissen auf österreich..

aus diesem grund nur punk im beisl. keine kompromisse. ab 20h. (bringyourownpunk)

20:00 Freie Uni Wien: Theorieküche – Diskussion und Textproduktion

Dies ist der erste Termin, je nach Terminpräferenzen der Anwesenden soll es danach möglichst ein wöchentliches Treffen geben. Ein Themenvorschlag für diesen Termin ist “Nationalismus”.

Donnerstag 27.10.:

19:00 Erfahrungsaustausch und Vernetzung Räume/Häuser/Projekte in Wien

Die Lage der meisten Projekte ist prekär, einige sind aktuell bedroht, manche von Förderungen abhängig. Neue Projekte fangen oft bei Null an und schlagen sich mit den selben Problemen herum. Auch das Thema Verhandlungen ist leider meist ein unumgängliches Übel, bei dem normalerweise alle jeweils für sich allein dastehen. Ohne mehr Solidarität und Kooperation ist die Zukunft gegenkultureller und politischer Orte in Wien eher düster. Aber wir können ja jetzt damit anfangen?!

20:00 (bitte pünktlich) Freie Uni Wien: Nationalsozialismus in Animes.
Vortrag und Film-Screening

Samstag 29.10.

14:00 Offene Probe von Dario Fo’s “Bezahlt wird nicht”

Vorerst wird der Text nur (szenisch) gelesen. Es sind noch mehrere Nebenrollen/Statist_innenrollen, evtl. eine Hauptrolle zu vergeben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bezahlt_wird_nicht!

21:00 Cinema in Revolt

Filme aus und über soziale Bewegungen und Aufstände weltweit. Bei Bedarf mit Diskussion danach.

Sonntag 30.10.:

17:00 Was heißt hier bitte autonom? – Sonntagsdiskussion im Epizentrum

Und wer sind diese Autonomen? Von steinewerfenden, potentiell bombenlegenden, maskierten Leuten handelt die mediale Erzählung. Aber was steckt dahinter, welche Geschichte, welche theoretischen Ansätze und Beweggründe? Welche politische Praxis ergibt sich daraus? Was hat das Besetzen von Häusern damit zu tun? Wie und wieso grenzen sich autonome Gruppen und Projekte von (einem Großteil) der “Linken” ab? Heißt autonom auch gleich anarchistisch, anti-autoritär? Was macht autonome Frauenbewegungen aus? Welche Spaltungen gibt es innerhalb “der Autonomen”? …
Solche und ähnliche Fragen sollen in offenem Wissensaustausch und Diskussion behandelt werden.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeine Infos, Termine abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.