Über Platz-da!?

Ist eine offene/partizipative Kampagne unterschiedlicher Initiativen, Gruppen und Personen mit dem Ziel die Themen Freiraum, Öffentlicher Raum, Leerstand, soziale Normierung und Gentrifizierung verstärkt in den Fokus der Stadtbevölkerung Wiens zu bringen.

Zum Blog: dieser ist ein Sammelbecken für Aktionen, Diskussionen, Berichte und Beiträgen Rund um die verschiedenen Themen der Kampagne.

mehr zur Entwicklung von Platz-da!? unter: http://platzda.blogsport.eu/platz-da-chronik/

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Platzda!? Projektvorstellung in der Paradigmata

Als pdf einsehbar die Projektvorstellung von Platzda!? in der “Paradigmata-Zeitschrift für Menschen und Diskurse” Ausgabe 7-Schwerpunkt Raum.

PlatzdaProjektvorstellung

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„Häuser für alle“ – eine Utopie? Besetzungen als politische Strategie

10. Mai 2012
18:30bis21:30

Diskussionsrunde im Rahmen der Ausstellung “Besetzt! Kampf um Freiräume seit den 70ern” im Wien Museum (Karlsplatz)

Warum werden Häuser besetzt? Welche Ziele sind damit verknüpft? Wie hat sich die Praxis des Besetzens seit den 1970ern verändert?

Ein Gespräch mit Eva Dité (ehem. Arena-Besetzerin), Herbert Sburny (Gründungsmitglied Amerlinghaus), Chris Thaler (ehem. Aktivist, u. a. Aegidigasse und EKH) und Emma G. (aktiv bei Besetzungsprojekten in den letzten 10 Jahren).

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Podiumsdiskussion: Kunst, Wien und Zwischennutzung

10. Mai 2012
18:30

Podiumsdiskussion

Kunst, Wien und Zwischennutzung

10. Mai 2012, 18.30 Uhr

Foxhouse, Westbahnstr. 11-13, 1070 Wien

s. http://einschleichende-neubauten.org/

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Die Geschichte hat gerade erst begonnen…

4. Mai 2012

Am Freitag, den 04.Mai 2012 ist Aktionstag mit Solifest:

+ um 10:30 gibt es Lärmerei auf der BOKU, kommt zahlreich und bringt eure Instrumente (z.B. Töpfe und Kochlöffel) mit!

+ ab 11:00 wird es an der Kreuzung beim TÜWI einen Infotisch geben mit Information zur Räumung und zur aktuellen Lage

+ ab 14:00 und noch den ganzen Tag ist Solifest im TÜWI, es wird Musik und gutes Essen geben!

+ um 14:00 findet im Rahmen des Projektes “Nederland in the Tüwi” eine Schnitzeljagd durch Wien statt. Start ist 14:oo beim Tüwi. An dem heutigen Tag der Sonne wollen wir beide Aktionen vernetzen. Seid mit dabei.
Fahrrad nicht vergessen!
Ersatztermin bei Schlechtwetter: Sa.5.Mai um 14:00

Wir lassen uns nicht plattmachen – Widerstand ist fruchtbar

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Stellungnahme SoliLA/ GrossStadtGemüse

Eine weitere Stellungnahme zur SoliLA Landbesetzung kommt von Eva Vesovnik (Projekt „GrossSTadtGemüse“). Dieses, von Studentinnen der BOKU betriebene “Urban Gardening” Projekt, ist im Zuge der Besetzung der angrenzenden Felder in der Jedlerstorfer Straße 105 bei der Räumung vollständig zerstört worden- ohne das die langjährigen Nutzer*innen informiert wurden. Auf Bitte von Frau Vesovnik veröffentlichen wir hier ihre Sichtweise der Ereignisse:

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Sehr geehrte Redaktionen und Blog-Schreiber,

da ich eben im guerillagartenblog von einer Sendung – heute
zum Thema Be- und Ent-setzung im Versuchsgarten der BOKU in Jedlersdorf
lese und die bisherige Berichterstattung extrem einseitig und unvollständig ist
möchte ich einige Fakten nachtragen.
Ich arbeite sieben Jahre im Rahmen von Lehraufträgen an der BOKU
an Themen zur StadtLandwirtschaft, CSA, Cityfarms, Gemeinsam Gärtnern uÄ–
„Soziale und ökologische Aspekte städtischen Gartenbaus“, so auch der Titel des
Forschungsauftrages in dessen Rahmen seit 2010 das Projekt „GrossSTadtGemüse“
Lief –und das jetzt brutalst niedergewalzt wurde.
Kaum etwas im Forderungskatalog der LandbesetzerInnen, das wir nicht schon zu verwirklichen begonnen haben:
- gemeinschaftliche ökologische (die ersten!!! Flächen der BOKU in Zertifizierung)
Gemüseproduktion von Jung&Alt, StudentInnen, AnrainerInnen, Freunden
- Selbst&Nachbarschafts-Versorgung: des TÜWI der Boku, Kistl- Lieferung,
Selbst- Abholung mit gemüsekundlichen Führungen
- die Karotte als Transportmedium für Themen „Nachhaltigen Lebensstils“ in der
Stadt, von den kurzen Versorgungswegen, Gesundheit, über Saatguterhalt,
Lebenspatente, neue Ökonomien bis zur Resilienz durch Gemeinschaftlichkeit
- Weit gefächerte Interkulturalität brachte die“ Welt“ in unsere Nachbarschaftsfeste
- alles klein& fein, da – obwohl Teil des Forschungsprojektes, von der BOKU nicht
offiziell gebilligt. Genauso die
- Schulen, die seit 2010 in eigenen Bereichen und mit uns mitarbeiteten – Learning
by Buddling – auch für Erwachsene gab es eine
- basics of Gardening-workshopreihe
- Bienen gehörten zum Vielfaltsgarten –schon im ersten Jahr ca 250 Gemüse-
sorten, dazu nochmals so viele Kräuter, Wildgemüse, BioBeerenssträucher..
viele Raritäten –und alles bald in wuchernder Üppigkeit und bunter Fülle;
das alles gemanagt mit großteils Gartenneulingen, gänzlich ohne BOKU-Geld.

Zu allertiefst überzeugt von der Wichtigkeit und Zukunft des LehrLernErlebnis-Forschungs&PraxisGartens, des „Urban Gardens“ Projektes floß sehr viel aus meiner eigenen Tasche. Anerkennung gab es genug, Präsentationen, sogar Preise!
Nur die BOKU schwieg die Urban Gardens tot. Die Vorbereitungen, Teilprojekte
wurden nicht einmal in die Arbeitsberichte des Instituts aufgenommen (IGOW).

Seit mehreren Jahren zeichnete sich die Rückgabe des Gartenbaugeländes an die BIG ab. An einer BOKU-Interne Neupositionierung des VG mit StadtLandWirtschaftlichen Themen war kein Interesse. Ende 2010 war das „Aus“ nach Jahren der intern demoralisierenden Gerüchteküche offiziell. Anfang 2011 fragte ich –ganz loyale Mit-arbeiterin- im Rektorat an, ob man mit Verhandlungen unsererseits für eine Nachpacht
In kooperativer Nachbarschaftsbeziehung zum bestehen bleibenden BOKU-Obstbau einverstanden wäre und was wir als Ablöse für bestehende (allerdings veraltete, jetzt „nachhaltig“ vernichtete!!) Infrastruktur zu zahlen hätten. Einverständnis und gute Wünsche kamen sofort, Zahlen trotz unzähliger Nachfragen nie. Anders die BIG: mit nach Boku-Rückgabe noch genau zu vereinbarenden Konditionen wurden uns als definitiv „erste Ansprechpartner“ genannten temporäre Pacht bis Baufreimachung und
ein finanzieller Rahmen genannt und ausdrücklich betont, dass es keine Aufforderung an die BOKU gäbe, das Gelände geräumt zu übergeben – dh wir die gesamte (jetzt vernichtete) Infrastruktur ihrerseits weiter verwenden könnten. Die Nutzung bis Rückgabe könne –klar- nur mit der BOKU verhandelt werden. Diese verweigerte aller-dings seit Sommer, als das IGOW, der Gelände-Nutzer, seine Agenden absiedelte und damit nur mehr das Rektorat für die Flächen zuständig war, jegliche Anfragenbeantwortung. Nach einer ersten „Okkupation“ im Herbst – von der wir uns
auf das schärfste distanzierten, weil wir die SoLiLa-Gruppe seit bald einem Jahr zum
gemeinsamen Arbeiten eingeladen hatten – verloren wir Zutritt (Vorhängschlösser) und die gesamte Ernte. Keines meiner vielen Schreiben an die zuständige Vizerektorin
Reithmayer, nicht einmal das Ansuchen meiner Chefin!! Um Zutritt wurde je beantwortet.

Immer noch loyal, obwohl nun meines Lehrauftrages verlustig, riet ich-inhaltlich solidarisch- auch jetzt im April noch von der „Landbesetzung“ ab und zu einem weiteren Versuchen des Verhandlungsweges- wenn auch mit schwindendem Glauben daran –die BOKU betreffend. (s.atts) Aber die hätte die Flächen ja eigentlich schon Ende 2011 zurückgeben wollen.
Jetzt „Eigenbedarf“ zu behaupten ist wenig glaubhaft; Versuche müssen ein halbes Jahr in den Departmentsprogrammen angemeldet und genehmigt sein – da ist nichts bekannt. Ganz im Gegenteil: in der letzten Dptkonferenz behauptete der Leiter der Zerstörungsarbeiten, Dr.Wagentristl, dass die Flächen bereits zurückgegeben worden seien !!!
Und nach Demolierung der Bewässerungsanlage im Mai etwas anzubauen –mußwohl ein Wüstenkorn-Versuch werden.

Aber „Wüste“ trifft ohnehin den Jetztzustand des noch vor kurzen so wuchernden
Flecken Erde – auf dem soo viel schon erreicht war – und sooo viel noch hätte möglich werden können.
Mit unvorstellbarer Brutalität wurde von uns Aufgebautes, Privateigentum aber auch Eigentum der Republik vernichtet. Unsere selbsteingerichtete Infrastruktur: ein Container mit wirklich überkompletter Werkzeug- und Gartenbedarf-Ausstattung (Ich hatte aus der Konkursmasse eines Gartenbaubetriebes 2 LKW-Ladungen voll, privat, eingekauft.) 3 Verkaufsstände, 4 Gartenpavillons, ein Bauwagen, der als Büro und Lager wertvollster Saatgutschätze diente, die mühsam selbst gebastelte Bewässerungsanlage – genauso vernichtet wie die des Institutes, deren Folientunnel!!

Vielleicht noch schlimmer – all das Leben, die üppige Vielfalt in den Beeten!
Ein Weidentunnel, ein Tipi, von SchülerInnen gebaut, zahlreiche Pflanzen in riesigen Containern als Garten in der Senkrechten, dutzende wertvolle Bio-Beerensträucher,
ein wunderbares Wildobst-Sortiment –grade in Blüte! Tausende Kräuter und Stauden,
vieles davon Raritäten und durch meine sonstige gartenbauliche Tätigkeit eingeflossen.
Allein die 150 Eremurus, 20 Riesenyucca, an die 2000 Nektaroscordium als Bienenfutter – ein Vermögen. (Wenn auch: „Die Bienen braucht da keiner“ –so der leitende Zerstörer zu mir vor versammelten Studierenden als ich mich um deren Schutz bemühte)

Es gab keinen Räumungsbefehl! An uns keine Aufforderung, das Gelände zu räumen.
Jeder der das Projekt kannte wusste dass Abgraben Wochen brauchen würde – wozu, wenn wir nachpachten. Alles voll transparent vor der BOKU abgehandelt. Auch meine BIG-Verhandlungen und Briefe kommunizierte ich dem Rektorat. Seit Herbst haben wir keinen Zutritt. Eine Räumung wäre also auch gar nicht möglich gewesen.

Details, Unterlagen, Briefe -gerne
Mit freundlichen Grüßen
Eva Vesovnik

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MAYDAY – Parade

1. Mai 2012
14:00
14:00

1. MAI * 14h * MAYDAY-Parade in Wien
Gestern standen wir noch vor dem Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter!

?? PREKÄR ARBEITEN ?? PREKÄR LEBEN??

*** Treffpunkt: Bruno Kreisky Park (bei U4 Margaretengürtel, 1050 Wien)
*** Endpunkt der Parade und Weiterfeiern: Straßenfest in der Heinestraße (1020 Wien)

Die jährliche MAYDAY-Parade steht vor der Türe. Der 1. Mai wird wieder zum Anlass genommen, um lustvoll und gemeinschaftlich die Straßen Wiens zu erobern. Prekarisierung wird dabei anhand verschiedener Stationen während der Parade thematisiert.

Wir wollen aufzeigen, dass viele verschiedene Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen von prekären Verhältnissen betroffen sind. Dabei steht das Nicht-arbeiten-dürfen von Asylwerbenden neben den niedrigen Löhnen von Supermarktarbeiter*innen, den unsicheren Werkverträgen von Medien- und Kulturarbeiter*innen. Kritischen Projekten, Versuchen der Raumnahme und politischer Bewegung weht einmal mehr der raue Wind des rückläufigen Staates entgegen. Fleißig werden soziale Rechte abgebaut, wird gekürzt, privatisiert, geräumt, geprügelt, abgeschoben und weggesperrt. Durch die sich zuspitzende Krisendynamik des Kapitalismus soll Konkurrenz und Neid geschürt werden, um davon abzulenken, dass es längst zu viele Menschen, für zu wenig Lohnarbeit gibt. So ganz nebenbei steigen die Preise von allem, das mit Grundbedürfnissen (Mieten, Energiekosten, Nahrungsmittel) verbunden ist. Gleichzeitig macht sich ein Abnehmen sozialer Absicherungen bemerkbar.

Das ist nicht das gute Leben wie wir es uns vorstellen! Lasst uns vernetzen, tanzen und träumen. Finden wir Wege und Möglichkeiten, um uns zu organisieren. Setzen wir dem Wahnsinn unsere Utopie und praktischen Widerstand entgegen.

!! PREKÄR KÄMPFEN !! PREKÄR TANZEN !!

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SoliLA: “Die Geschichte hat gerade erst begonnen!”

Presseaussendung: “Die Geschichte hat gerade erst begonnen!”

Landbesetzung der SoliLa: „Die Geschichte hat gerade erst begonnen!“
Utl: Rektorat der Boku diskreditiert sich nach gewaltsamer Räumung in Jedlersdorf selbst

Das Rektorat der Universität für „Bodenkultur“ hat gestern mit der gewaltsamen und brutalen Räumung der Landbesetzung in Jedlersdorf offensichtlich den Boden unter den Füßen verloren. Es setzt damit ein deutliches Zeichen gegen eine zukunftswürdige und solidarische Landbewirtschaftung und die Erhaltung von fruchtbarem Boden.

Dass dabei in keinster Weise gerechtfertigte Gewalt zum Einsatz gekommen ist, mag zwar nicht „beabsichtigt“ gewesen sein, war aber nichtsdestotrotz der Fall. Unter den Augen von Videokameras und ZeugInnen ging die Gewalteskalation klar und deutlich vonseiten der Boku, sowie von den privaten Sicherheitskräften (Hellwacht) aus. „Es ist unglaublich, dass die Boku nicht einmal dazu steht. Dass vom Rektorat private Sicherheitskräfte eingesetzt wurden, die mit dem friedlichen Verhalten der rund 80 BesetzerInnen offensichtlich überfordert waren und so brutal gegen die eigenen Studierenden vorgehen, ist schlichtweg skandalös.“

Wir widersprechen der Stellungnahme des Rektorats, dass die Räumung ‚gewaltfrei‘, ‚friedlich‘ und ‚ohne Zwischenfälle‘ vonstatten gegangen wäre aufs schärfste. Wir stellen unsererseits klar, dass die Gewalt auf Weisung des Rektorats klar und deutlich von der privaten Sicherheitsfirma ausging. Weiters erscheint in mehrfacher Hinsicht die rechtliche Basis fragwürdig.

„Dass dabei alle ökologisch nachhaltigen Projekte abgerissen, zerschnitten und plattgewalzt werden, gleichzeitig aber die Gentechnikversuche auf der Fläche bleiben ist besonders zynisch und spricht für sich.“

Der bereits vor der Besetzung mit behördlichen Sicherheitsproblemen behaftete Gentechnikversuchsgarten in einem Gebäude der Landfläche ist mittlerweile ein Symbol für das offizielle Vorgehen der Boku, da diese Versuche mit dem Ziel der Freisetzung betrieben werden und dieses Projekt somit gegen die große Mehrheit der österreichischen Bevölkerung steht. Das derzeitige Vorgehen des Rektorats zeigt, dass keine Bereitschaft besteht, öffentliche Güter entlang von öffentlichen Interessen zu nutzen. Laut Vizerektorin Reithmayer habe die Boku keinen gesellschaftspolitischen Auftrag, was gerade für die Zukunft der Boku, sowie der Gesellschaft fatal ist. Das Vorgehen des Rektorats beweist dieses Selbstverständnis. SoliLa ruft alle dazu auf, diese Positionierung nicht zu akzeptieren und im Sinne der gesellschaftspolitischen Relevanz der vielen aufgeworfenen Fragen aktiv zu werden.

„Land ist öffentliches Gut und wir brauchen mehr denn je die solidarische und nachhaltige Bewirtschaftung von fruchtbarem Boden. Dies ist eine zentrale Zukunftsperspektive, die wir uns nicht verbauen lassen werden.“

Es handelt sich hierbei zugleich um eine Angelegenheit, die die ganze Stadt betrifft und insofern kann die Politik nicht mehr einfach wegsehen. Wir fordern den Erhalt von und den offen Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen in Wien und zugleich Mitbestimmung und –gestaltung. Die Politik der Ignoranz wird auch in diesem Fall sehr deutlich und ist demokratiepolitisch sehr problematisch. Ganz offensichtlich gibt es ein großes Bedürfnis in der Bevölkerung nach solidarischer und zukunftswürdiger Landbewirtschaftung. „Wir kämpfen gegen die bloße Monokultur des Wohnbaus, sowie gegen die Monokultur in der Landwirtschaft. Dass diese Bodenmonokultur immer weiter vorangetrieben wird, ist tragisch und verantwortungslos.“

Wir fordern eine Öffnung dieser Fläche für selbstbestimmte und solidarische landwirtschaftliche Nutzung. Die Initiative SoliLa bekräftigt ihre offene und transparente Gesprächsbereitschaft und wird mit einer Vernetzung aller Initiativen, NachbarInnen, und Interessierten beginnen, die an einer solidarischen und zukunftswürdigen Landwirtschaft in Wien mitgestalten wollen. Bereits mehr als 1000 Unterstützungserklärungen beweisen das große Interesse an dieser Initiative. Wir gehen aus diesem unwürdigen Vorgehen des Rektorats gestärkt hervor und werden unser Projekt weiter aufbauen und dieses in der ganzen Stadt vernetzen.

„Uns geht es um diesen Boden, den wir solidarisch, zukunftswürdig und nachhaltig landwirtschaftlich bewirtschaften wollen. Menschen aus unterschiedlichsten Hintergründen und allen Alters, sowie aus der NachbarInnenschaft haben innerhalb einer Woche ein Projekt begonnen, das bereits gedeiht. Es ist eine gemeinsame Vision entstanden, für die es wert ist, sich weiter einzusetzen. Die gestrige brutale Räumung war nicht das Ende der Geschichte – die Geschichte der Solidarischen Landwirtschaft hat gerade erst begonnen.“

Aktuelle Infos unter: 17april.blogsport.eu

Info- und Pressehandy: 0681-20 143 140

Mail: schwarzerettich@riseup.net

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Räumung SoliLA !!

http://17april.blogsport.eu/ticker/

Private Sicherheitskräfte der Firma “Hel – Wacht” gehen im Auftrag der “Universität des Lebens” (BOKU) gewaltsam gegen friedliche BesetzerInnen vor!! Damit hat die BOKU vorläufig den BesetzerInnen (darunter auch BOKU Studierende, ehemalige und derzeitige Lehrende!) den Boden für eine nachhaltige und solidarische Landwirtschaft entzogen.

Aus gegebenem Anlass findet morgen Freitag den 27.04.2012 um 10:00 Uhr an der Gerasdorferstraße 105 eine Pressekonferenz statt. Dazu sind alle Medien, Interessierten und AktivistInnen eingeladen.

Mehr Infos dazu im Ticker.

Die aktuelle Lage heute, am 26. April

13:00 Uhr: Vor kurzem wurde begonnen mit Traktoren sowohl die Pflänzchen und Beete von Großstadtgemüse (ein Projekt der Boku), als auch unser neu gesäät- und gepflanztes niederzuwalzen. Alles wird dem Erdboden gleichgemacht! Die Gartenhütten von Großstadtgemüse sind bereits vollkommen zerstört worden.

11:45 Uhr: Soeben haben alle BesetzerInnen das Grundstück verlassen. Die privaten Sicherheitskräfte sind im Begriff die Infrastruktur zu zerstören, welche von verschiedenen BOKU-Angehörigen über Jahre hinweg mühevoll aufgebaut und für die Landbewirtschaftung genutzt worden ist. Derzeit werden mit einer Baggerschaufel Gartenhütten zerstört. Die BesetzerInnen haben verhindert, dass die privaten Sicherheitskräfte Materialien der BOKU-Landwirtschafts-Gruppe GroßStadtGemüse zerstören. Die privaten Sicherheitskräfte der Firma “Hel-Wacht” handeln im Auftrag der BOKU.

11:00 Uhr: Die Polizei steht außerhalb des Grundstückes und ist bisher nicht eingeschritten. Sie haben den BesetzerInnen gesagt, dass sie vorerste auch nicht die Absicht haben einzuschreiten.
Außerhalb des Grundstückes kommen immer mehr Menschen an: SympathisantInnen, aber auch Medien, PolitikerInnen und BOKU-Personal.

10:00 Uhr: Die Sicherheitskräfte haben Personen vom Grundstück getragen.
Die BesetzerInnen haben sich dagegen gewehrt, von den Securitykräften vom Grundstück gezerrt zu werden und haben dazu eine Menschenkette und Sitzblockade gebildet. Von den BesetzerInnen ging keinerlei Eskalation aus. Die Sicherheitskräfte haben sich auf die friedlich stehenden/sitzenden Menschen geworfen und versucht sie wegzuzerren. Dabei kam es zumindest zu kleineren Verletzungen bei BesetzerInnen. Eine derartige Vorgangsweise von privaten Sicherheitskräften ist eindeutig nicht legal! Zur Zeit sind ca. 15 – 20 Sicherheitskräfte auf dem Grundstück.

8:00 Uhr: Private Sicherheitskräfte (!!!) rücken mit Motorsägen, Fräsen und Containern an und beginnen Infrastruktur auf dem Gelände zu zerstören, die über Jahre hinweg von verschiedenen Initiativen und auch jetzt von den BesetzerInnen aufgebaut worden ist.

7:00 Uhr: Es sind rund 80 BesetzerInnen auf dem Grundstück um gegen eine im Raum stehende Räumung zu protestieren.

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Räumung SoliLA ??

26. April 2012
08:00

http://17april.blogsport.eu/

LEUTE MACHT EUCH AUF DEN WEG NACH JEDLERSDORF, Gerasdorferstraße 105 im 21. Bezirk!
Gerüchten zufolge sollen wir morgen früh geräumt werden können! wir brauchen alle Hände und Köpfe !!!
Schwingt euch in die UBahn und aufs Radl und mobilisiert alle die ihr kennt!!!

Völlig absurd – da soll eine Brachfläche geräumt werden um dann einen Zaun darum aufzustellen. Danach möchte die BIG (irgendwann) ein Gebäude errichtet werden gegen das alle Anwohner*innen sind. Mit einer Räumung trägt die BOKU zudem dazu bei den Protest auf die Uni zu tragen – statt einfach ein Projekt zuzulassen das ihr gut stehe würde. Aber Politik war leider eh noch nie Logisch – im Gegensatz dazu ist der Ansatz sich Land zu nehmen das ungenutzt ist ebenso logisch wie leere Gebäude zu nutzen!

Brachen zu Gärten – Häuser zu Kulturzentren!
SoliLA bleibt!

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apropos besetzen #audimax ist wieder besetzt

apropos besetzten:
heute gab es einen kurzzeitige Besetzung des Rektorats an der Uni-Wien. Dort wurde dann Polizeilich geräumt. Anlass – dem IE Studium soll der Bachelor genommen werden, gegen dessen Umstellung weg vom Diplom übrigens auch schon bereits protestiert wurde. Für den Studiengang Internationale Entwicklung wäre das sowas wie das Ende – und auch sonst hat sich ja im Bildundungsbereich höchstens etwas in Negative Richtung entwickelt.

Jedenfalls gibt´s nach wie vor genügen Gründe um die Uni zu besetzten! Das passiert übrigens gerade wieder – das Audimax an der Uni Wien ist besetzt. Aktuell versucht die Polizei das keine Menschen reinkommen – so wird auch den Medien (inkl. APA) der Zutritt verwehrt.

Nachrichten (abseits der allgemeinen Presse) am besten via twitter: #audimax #iebleibt #unibrennt

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