Über Platz-da!?

Ist eine offene/partizipative Kampagne unterschiedlicher Initiativen, Gruppen und Personen mit dem Ziel die Themen Freiraum, Öffentlicher Raum, Leerstand, soziale Normierung und Gentrifizierung verstärkt in den Fokus der Stadtbevölkerung Wiens zu bringen.

Zum Blog: dieser ist ein Sammelbecken für Aktionen, Diskussionen, Berichte und Beiträgen Rund um die verschiedenen Themen der Kampagne.

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28.7. Räumung verhindern! – Prevent the eviction!

28. Juli 2014
10:00

RÄUMUNG der Pizzeria Anarchia in Wien am 28.07.2014 VERHINDERN!

Die Pizzeria Anarchia ist ein besetztes Haus in Wien. Unser Haus!
Seit mehr als 2 Jahren haben wir unsere Hoffnungen und Träume in die Pizzeria gesteckt. Hier haben wir gemeinsam gelebt, gestritten und geliebt. Wir haben Diskussionen, Workshops, Volxküchen, Aktionen und Widerstand gegen den unerträglichen Normalzustand organisiert. Seit bald 2 Jahren haben wir keinen Vertrag und sehnen uns auch nicht danach. Dieser Zustand ist natürlich unerhört, am 28.07 sollen wir deshalb geräumt werden.
Das nehmen wir nicht hin, sondern kämpfen für unser Haus, und rufen dazu auf, uns dabei zu unterstützen.

Um Verwirrung zu vermeiden, möchten wir darauf hinweisen, dass die Behörden bereits mehrmals den Räumungstermin verschoben haben. Wir gehen davon aus, dass der 28.07 nicht mehr geändert wird. Aktuelle Infos auf pizza.noblogs.org

Wir kämpfen nicht nur für uns, sondern auch für die Bewohner*innen im Haus mit einem regulären Mietvertrag, die inzwischen unsere Freund*innen geworden sind. Diese sind von dem Räumungsbescheid nicht direkt betroffen, doch sehen sie sich seit langem exzessivem Druck durch die Eigentümerfirma Castella GmbH ausgesetzt.

Es ist davon auszugehen, dass dieser nach einer möglichen Räumung der Pizzeria wieder steigen wird. In den Plänen der Firma für die Neugestaltung des Hauses sind die derzeitigen Bewohner*innen nicht mehr enthalten, doch diese weigern sich seit Jahren ihr Zuhause zu verlassen. Nachdem mutwillige Zerstörung der Infrastruktur, Verweigerung von Instandhaltungsarbeiten, nächtliche Einschüchterungsversuche, finanzielle Angebote und sogar Anschläge mit Buttersäure, Altöl und Farbe nicht gefruchtet haben, kamen die Eigentümer auf die grandiose Idee eine Gruppe „Punks“ dazu zu benutzen die renitenten Mieter*innen zu vertreiben. Dies zu vermeiden war von Anfang an unser Ziel. Stattdessen haben wir unser Möglichstes getan, um sie gegen die Eigentümer zu unterstützen.

Mit der Zeit entwickelte sich die Pizzeria Anarchia,
ein widerständiges Projekt, ein Schandfleck, ein lautes Nein!
Ein Haus in dem Widersprüche nicht totgeschwiegen und verdrängt werden, sondern versucht wird damit einen Umgang zu finden.
Ein Freiraum in dem gemeinsam Strategien zum Überleben im kapitalistischen Wahnsinn entwickelt werden. Ein Ort des konkreten Widerstands gegen Immobilienspekulation und Gentrifizierung, in diesem Bezirk und in der ganzen Stadt.

Auch wenn wir nicht immer die einfachsten Nachbar*innen sind, schränken wir doch den Handlungsspielraum der Castella GmbH massiv ein, indem wir Öffentlichkeit schaffen, Sabotageakte verhindern und aktiv gegen Einschüchterungsversuche vorgehen. Außerdem wird durch unsere Anwesenheit verhindert, dass das ganze Haus in eine Baustelle verwandelt wird wodurch die Belastung der Altmieter*innen noch weiter steigen würde. Darüber hinaus würde die geplante Sanierung und Erweiterung um drei Stockwerke mit dazu beitragen, die Mieten im Bezirk weiter hoch zu treiben. So sind wir die Geister die sie riefen und stehen seit nunmehr zwei Jahren der effektiven Kapitalverwertung durch die Castella GmbH im Weg. All das sind Gründe, warum wir alles tun werden, um im Haus zu bleiben.

Alles zu unternehmen, bedeutet für uns auch die Räumung mit juristischen Mitteln zu bekämpfen. Für uns ist es wichtig, klarzustellen, dass wir diese Bemühungen nicht als Kooperation mit der Ordnung verstehen, die wir bekämpfen, sondern als Versuch, sie mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen, und so die drohende Repression und den Verlust unseres Hauses abzuwenden.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis, welches zur Ware gemacht wird. Deswegen sehen wir unsere Entscheidung, diesen mietfreien Raum zu verteidigen, als klares Zeichen gegen das System.
Miete, Behinderung alternativer Wohnmöglichkeiten und Verdrängung von bestimmten Menschen sind Teil eines Kontrollsystems, welches uns daran hindern soll, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Dies trifft natürlich diejenigen, welche von diesem System als «unnütz» betrachtet werden, am härtesten. So sind in Rentner_Innen, Student_Innen, Arbeitslose, Geringverdiener_Innen, Alleinerziehende, Punks und viele weitere Menschen durch Miete und andere kapitalistische Widrigkeiten in ihrer Existenzgrundlage bedroht. Gegen diese Verhältnisse, die ihren Ursprung in der bestehenden Eigentumsordnung haben, sollten wir uns gemeinsam zur Wehr setzen.
Weil es nicht ok ist, dass die Mieten steigen oder überhaupt existieren.

Weil es nicht ok ist, dass es Menschen gibt die keine Wohnung haben, weil sie sich eine solche nicht leisten können.Weil es nicht ok ist, wenn Mieter_Innen von Hauseigentümer_Innen drangsaliert werden.
Aber vor allem, weil wir für ein solidarisches Zusammenleben in einen selbstverwalteten Freiraum, als eine antikapitalistische Alternative, stehen wollen. Kurz gesagt weil wir zu zeigen versuchen, dass es auch anders möglich ist.

Der Räumungstermin ist am 28.07.2014.
Wir rufen dazu auf ab sofort gemeinsam aktiv zu werden und die Räumung zu verhindern! Uns ist wichtig, unseren Lebensraum so lange wie möglich zu schützen und nichts unversucht zu lassen.

Für uns ist deshalb klar, dass wir uns in jedem Fall am 28.07. die Straße nehmen werden, um gegen Räumungen, Miete, und Gentrifizierung zu protestieren.

Wir grüßen alle widerständigen Menschen, die gegen alle Formen der Herrschaft und für ein selbstorganisiertes Leben in gemeinsamer Solidarität für eine andere Gesellschaftkämpfen.
Solidarität ist unsere Waffe.

Bewegt euch! Seid Laut, kommt vorbei oder denkt euch etwas aus.
Besetzt Häuser, lebt wild und gefährlich!
Der Ofen ist noch lange nicht ausgebrannt.
Die Welt ist eine Pizza und gehört uns allen
Resist the eviction of the Pizzeria Anarchia in on 28.07.2014

Pizzeria Anarchia is a Squat in Vienna. Our house. For over 2 years we give our hopes and dreams to the Pizzeria Anarchia. We lived here together, sharing in our troubles and love. We’ve had discussions, workshops, community kitchen, actions and resistance against the unbearable status-quo of present day mainstream society and state. For 2 years now we have lived without a contract; we are still against entering into one. This condition is of course not accepted by Austrian law, hence an attempt to evict us will be made on 28.07.2014.

We will not leave, we will fight for our house, and we ask you to support us.

To avoid confusion, we would like to pointout that the authorities have repeatedly postponed the eviction date. We assume that the 28.07 is not changed. Current information on pizza.noblogs.org

This is not just our fight. It is also a fight for our neighbours within the house who have been living here for many years with unlimited contracts. They are not directly affected by the eviction, but the owner of the house (Castella GMBH) has been pressuring them to move out for a long time. When we are gone, the owner will be able to pressure them again, because we cannot defend them anymore. The owner-company has plans to rebuild the house, and in these plans the flats of our friends, the neighbours, don´t exist anymore. For years they have lived in these flats and called them their homes, and they don’t want to leave.

Tactics which were used by Castella GMBH to try and make them leave include: vandalism of the supply systems, damaging the roof to allow rain to enter the flats, refusal to carry out maintenance work, nightly visits of intimidating individuals, financial offers and attacks with Butyric acid, used oil and paint. When these attempts to intimidate the tenants failed the owner came up with the Idea to invite a group of “Punks” into the house to wear down the patience of the resilient residents. Since we move into the house, we try not to play the game of the owner. We support the long-standing residents against the Castella GMBH.

During the time we are here the Pizzeria Anarchia has always been developing more and more into a resisting project, an eyesore, a loud ‘NO!’ in the face of society. We talk about our own problems and try to combat them. We try to find ways together, to survive the daily capitalistic nightmare. Finally we build up a centre of concrete resistance against real estate speculation and gentrification, in this district and the whole city.

We are not always the easiest neighbours, but we limit the ways in which the Castella GMBH can attack our neighbours by publishing their behaviour, stopping sabotage against them, and directly blocking intimidation. While we are living here the building work planned by Castella cannot be carried out. Based on the plans, there is no way this work can take place without our neighbours having to leave their homes meanwhile – maybe for a period of years. The Building work which is planed will add 3 more stories to the house – increasing rent in the whole district. Our presence here is a constant blockade to the inhumane and capitalistic daydreams of the CastellaGMBH. For us these are reasons enough to do everything in our power to protect this house and stay here.

Doing everything includes the use of juristic weapons too. But it is important to say that we do not think that this is a cooperation with the legal system which we are fighting against. We only try to use the state’s own weapons against them. We fight every way we can to overcome repression, and to resist losing our home.

Accommodation is a basic need which is treated as a commodity. Therefore we think the decision to fight for a place where we live without paying rent is a direct critic of the system. Rent, poverty, a lack of alternative housing options which are not treated with repression, and displacement of certain people; these things are part of a control system which stops us from living a self-determined lifestyle. This system is especially hard for people who are “inferior” in the view of the system: people who are studying the “wrong” subject, people without rich parents, people who are neither studying nor working, elderly people who have to deal with small pensions, illegal immagrants, refugees, people in precarious or low-paying jobs, single parents, ill or dependent persons, punks etc.

So everyone who is not young, dynamic, flexible, happy and successful will not have a place in a neoliberal “dreamworld” were everyone and everything has to have value. The basis of this is the already existing system of property ownership. Together we shall fight this all.

We shall fight because it is not ok that rent increases, or exists.

Because it is not ok that People who asked for asylum often are not able to get a normal flat.

Because it is not ok that there are People without a Flat because it’s too expensive. Because it is not ok that tenants get bullied by owners.

Because particularly, we want to fight for a solidaric coexistence in a free Squat as an anti-capitalistic alternative.

To prevent the eviction, it will be too late if we meet on the 28.07.2014.

Therefore at the 20.04. we will start the “Pizzeria Anarchia – Squat the World – Action Days”. Here we want to share our knowledge, get in contact with you, have discussions, work to save the house and make Actions which are a foundation to prevent the eviction. All this will culminate on 1st May with a street-party. Check the latest news on this on the blog: pizzaction.noblogs.org. Here you find information about the program, sleeping places and more.

The Eviction date is 28.07 and we ask you from now onwards to come and help us prevent it.

There is a last possibility to delay the eviction through the legal system, but we don’t know if this will work, and it is still only a temporary solution. We have to prepare for every possibility. On this day it will be a fight against rent, evictions and gentrification. We will take back the power from the city.

We like to greet everyone who is fighting for a self-organized lifestyle, against control and prejudice; we are in solidarity with you.

Solidarity is our weapon!
Move! Be loud and have a wild and dangerous life!
The furnace is far from burnt out!
The World is a Pizza, and belongs to everyone!
Resiste el desalojo de la Pizzería Anarchia el 28.07.2014

Pizzería Anarchia es una okupa en Viena. Nuestra casa. Por mas de 2 años le hemos dado nuestras esperanzas y sueños. Hemos vivido aquí juntos, compartiendo nuestras guerras y amores. Hemos tenido discusiones, talleres, cocina comunitaria, acciones y resistencias contra el insostenible statu-quo de la actual sociedad y estado. En estos 2 años hemos vivido sin contrato y seguimos en contra de tener uno. Esta condición, por supuesto, la ley austriaca no lo acepta, por lo tanto intentaran desalojarnos el 28.07.2014.

No nos iremos, lucharemos por nuestra casa y preguntamos por tu apoyo.
Para evitar la confusión, nos gustaría señalar, que las autoridades han pospuesto la fecha del desalojo en varias ocasiones. Asumimos que la fecha 28 de Julio no será cambiada. Información actual en pizza.noblogs.org

Esta no es solo nuestra lucha. Es también por nuestros vecinos quienes han vivido aquí por años con contratos indefinidos. Ellos no están afectados directamente en el desalojo, pero el dueño (Castella GMBH) les ha estado presionando para que se vayan desde hace tiempo. Cuando nosotros estemos fuera, el dueño podrá presionarlos de nuevo, porque ya no podremos continuar defendiéndoles. La empresa Castella GMBH tiene planeado reconstruir la casa y en ese plan, los apartamentos de nuestros vecinos y amigos no existen.

Durante años han vivido aquí y lo han llamado su hogar, y no se quieren ir. Las tácticas que fueron utilizadas por Castella GMBH para intentar echarles incluyen: vandalismo en el sistema de suministros, daños en el tejado para que la lluvia entre en los apartamentos, negarse a realizar los trabajos de mantenimiento, visitas nocturnas para intimidar a las personas, ofertas financieras y ataques con acido butírico, aceite usado o pintura. Cuando estos intentos de intimidación fallaron, al dueño se le ocurrió la idea de invitar a un grupo de “Punks” para que acabaran con la paciencia de los inquilinos. Desde que nos movimos a la casa, no hemos seguido el juego del dueño. Hemos apoyado la larga estancia de los residentes contra Castella GMBH.

Durante el tiempo que hemos estado aquí, la Pizzería Anarchia siempre se ha desarrollado mas y mas con proyectos que resisten. Un fuerte NO! en la cara de la sociedad. Hablamos de nuestro problema y tratamos de combatirlo. Intentamos encontrar juntos los caminos para sobrevivir en esta pesadilla capitalista diaria. Finalmente hemos construido una resistencia concreta en contra de la especulación del estado y su aburguesamiento, en este barrio y en toda la ciudad. No siempre somos los vecinos fáciles, pero intercedemos en el camino en el que Castella GMBH puede atacar a nuestros vecinos mediante la publicación de sus actos, deteniendo sus sabotajes y bloqueando directamente la intimidación.

Durante el tiempo que hemos vivido aquí, los trabajos de construcción planeados por Castella GMBH no se han podido realizar, debido a que no puede haber personas dentro de la edificio, nuestros vecinos deberían abandonar sus apartamentos por su cuenta, quizás por un periodo de años. Nuestra presencia aquí es un constante bloqueo del inhumano y capitalista día a día de Castella GMBH. Para nosotros son razones suficientes para hacer todo lo que este en nuestro poder para proteger esta casa y quedarnos en ella.

Haciéndolo todo, incluso el uso de armas jurídicas. Pero es importante decir que no es una cooperación con el sistema legal contra el que luchamos. Lucharemos de todos los modos posibles para acabar con la represión y para resistir el desalojo de nuestra casa. El alojamiento es una necesidad básica que es tratada como una comodidad. Por lo tanto, pensamos que la decisión de luchar por un espacio donde vivimos sin pagar ningún alquiler es una critica al sistema.

Alquiler, pobreza, la falta de opciones alternativas de viviendas son tratadas con represión, y el desplazamiento de las personas; estas cosas son parte del control del sistema lo que nos impide vivir el modo de vida que queremos. Este sistema es especialmente duro para la gente que es “inferior” a ojos del sistema: gente que estudia el tema “equivocado”, gente sin familiares ricos, gente que no estudia por trabajar, las personas mayores que tiene que vivir con pequeñas pensiones, inmigrantes ilegales, refugiados, gente con trabajos precarios y bajos sueldos, madres/padres solteros, gente enferma o dependientes, punks, etc.

Entonces todo aquel que no es joven, dinámico, flexible, feliz y exitoso, no tendrán espacio en un neoliberal mundo de sueños, donde todos y todo tiene que tener un valor. La base de esto es el sistema ya existen de la propiedad. Juntos lucharemos por todo esto.
Lucharemos porque no esta bien el incremento de los alquileres o su existencia.
Porque no esta bien que la gente que pregunta por asilo normalmente, no puedan tener una casa.
Porque no esta bien que haya gente sin casas porque sean muy caras.
Porque no esta bien que los inquilinos sean maltratados por los dueños.
Porque, particularmente, queremos luchar por una coexistencia solidaria de libres okupas en una alternativa anticapitalista.

La fecha del desalojo es el día 28 de Julio de 2014 y te preguntamos si de ahora en adelante vendrás para ayudarnos a prevenirlo.
Tenemos que prepáranos para todo tipo de posibilidades. En este día habrá una lucha en contra de los alquileres, desalojos y aburguesamiento. Recuperaremos el poder de la ciudad
Nos gustaría saludar a todxs los que estáis luchando por un modo de vida organizado por ti mismo en contra del control y los prejuicios. Estamos en solidaridad contigo!!

Solidaridad es nuestra arma!
Libres y salvajes!
Un desalojo, otra okupacion!
El mundo es una Pizza y nos pertenece a todxs!!

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Presseerklärung: Nein zur Räumung der Pizzeria Anarchia, nein zu Gentrifizierung und Verdrängung!

Juli 24, 2014 16:15

Am 28.7.2014 soll die Pizzeria Anarchia, in der Mühlfeldgasse 12 in Wien ab 10 Uhr, geräumt werden. Ist die Räumung erfolgreich, werden wir nicht nur unser zuhause verlieren, sondern es geht der Stadt auch ein Anlaufpunkt für eine solidarische Lebensgestaltung verloren.

Mit der Räumungsbedrohung zeigt sich einmal mehr, dass alternativem Leben in Wien kein Raum geboten wird. Es geht ganz klar nicht nur um unser Projekt, sondern um die Fragestellung wie die Menschen in dieser Stadt gemeinsam Leben wollen. Und um die Frage, warum es soviel Platz für Profit und Konsum gibt, während Räume für solidarisches Miteinander, in denen Menschen versuchen, ohne Hierarchien und Diskriminierungen zusammen zu leben, systematisch zerstört und verdrängt werden.

Wir rufen dazu auf, uns gegen die Räumung zu unterstützen, und bestenfalls bereits am Abend zuvor zu kommen. Wir wollen nicht freiwillig gehen, und damit auch zeigen, dass Solidarität und Widerstand gegen Zwangsräumungen möglich ist.

Im Schnitt werden am Tag 7 Delogierungen in Wien durchgeführt. Dabei verlieren die Betroffenen oft die Räumungsverfahren vor Allem wegen mangelnder Rechtskenntnis sowie psychologischer Einschüchterung durch Eigentümer_innen. Auch die Gemeinde Wien, die sich weiterhin mit dem Image der sozialen Stadt schmückt, zeigt sich oft besonders unnachgiebig und kompromisslos, wenn sie unliebsame Mieter_innen los werden will. Eine grundlegende Ungerechtigkeit zeigt sich auch im Wiener Mietrecht: Bei einer Kündigung sind die Bewohner_innen in der Beweispflicht, um Kündigungsgründe zu entkräften. Bei der Vielzahl der teils vage definierten Gründe knicken viele vor der Übermacht der Eigentümer_innen ein.

Die Pizzeria Anarchia ist vor etwa 2 ½ Jahren entstanden, als uns von Nery Alaev und Avner Motaev von der Castella GmbH angeboten wurde, 6 Monate in dem Haus zu leben. Dies geschah in offenbarer Absicht unliebsame Altmieter_innen aus dem Haus zu vertreiben, in der Hoffnung, dass eine Gruppe „Punks“ den zumeist älteren Altmieter_innen den letzten Nerv rauben würden.
Wir freundeten uns mit den Altmieter_innen an, und beschlossen nach Ablauf der 6 Monate in dem Haus wohnen zu bleiben, und unsere Pizzeria weiter zu betreiben. Für die verbliebenen Altmieter_innen, ist unsere Anwesenheit wichtig, da sie vor unserem Einzug den Schikanen und dem psychischen Druck der Eigentümer ausgesetzt gewesen sind, die mit großer Kreativität versucht haben diese aus dem Haus zu ekeln, um es Luxussanieren zu können. Die Liste der Vorkommnisse in Häusern, die Motaev und Alaev über verschiedene Firmen gehören, ist lang. Einige Beispiele: Im Winter ersatzlos demontierte Gangfenster, abgedrehtes Gas oder Wasser, im Gang verschüttetes Öl und Chemikalien, bedrohliche Gestalten die spät abends mit Kampfhund vor der Tür stehen und einen Auszug bis zum nächsten Tag fordern, Drohungen, das Haus werde zusammenstürzen, besprayte Türen genau bei jenen Mietparteien, die sich weigern auszuziehen, Räumungsklagen mit absurden Begründungen usw. Wenn wir weg sind, wird dieser Terror weiter gehen.
Bei einem illegalen Räumungsversuch der Castella GmbH Anfang August 2012, haben auch wir die Machenschaften dieser Eigentümer zu spüren bekommen. Da dieser Räumungsversuch scheiterte, versuchten sie anschließend rechtliche Mittel zu nutzen, um uns aus unserem Haus zu bekommen. Am 28.7.2014 soll es nun soweit sein. Und wir werden unser Möglichstes tun, dies zu verhindern.

Das Projekt, das mit dieser Räumung zerstört werden soll, ist aus der Stadt und dem Grätzel nicht mehr wegzudenken. Unzählige Leute haben bei der sonntäglichen Pizza-Volxküche gegessen, an Diskussionen und Workshops teilgenommen, sich kennengelernt und vernetzt, spontane Solidarität gegeben und erfahren, auf Reisen oder in der Not einen Schlafplatz bekommen.

Wir fragen uns, ist das ein Gerechtigkeitssystem, in dem die alteingesessene Bevölkerung zu Gunsten von Kapitalerträgen aus ihrer angestammten Umgebung vertrieben wird? In dem einem Immobilienspekulanten, der seine Mitmenschen skrupellos terrorisiert, Recht gegeben wird? Für uns ist das nicht die Stadt in der wir Leben wollen. Wir möchten weiterhin unser Leben gemeinsam gestalten, und neue Formen des Zusammenlebens ausprobieren. Dazu werden wir in diesem Haus bleiben, und gegen diese und andere massive Formen der Gentrifizierung eintreten, und weiterhin dazu aufrufen kreativ und widerständig zu sein.
Gentrifizierung, dass heißt Stadtteilaufwertungspolitik zu Ungunsten weniger solventer Bevölkerungsschichten. Symptomatisch hierfür ist die für unser Haus geplante Sanierung samt Stockwerksaufbau und Umwandlung in Eigentumswohnungen, der die Mieten auch in der Umgebung in die Höhe treiben wird. Langfristig führen solche Prozesse zur Verdrängung der Bevölkerung, welche sich diese Mieten nicht mehr leisten kann. Spekulationsblasen fördern den Leerstand von Wohnraum, der eigentlich bewohnt sein könnte. In anderen europäischen Städten, wie Lissabon, Berlin oder Paris führen diese Zustände dazu, dass es praktisch unmöglich ist, innerhalb der Stadt bezahlbaren Wohnraum zu finden. Am 28.7. stellt sich für uns also nicht nur die Frage in welchem Haus wir leben wollen, sondern wie Wien zukünftig gestaltet werden soll. Wie eine möglichst kapitalträchtige Stadt, oder wie eine partizipative Stadt, die Raum bietet für alle Menschen die hier gerne zusammen Leben möchten?

Wir lassen uns nicht einschüchtern, und wir lassen uns auch nicht einfach aus dem Haus werfen!

Wir halten unsere Politik für richtig und notwendig! Deswegen erzählt unsere Geschichte!

Die Besetzer_innen der Pizzeria Anarchia

Rückfragehinweis:

Pizzeria Anarchia
Mühlfeldgasse 12
1020 Wien / Mazzes

+43 681 81 85 72 81

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Pressemitteilung des Recht auf Stadtnetzwerks Wien zur Zwangsräumung der Pizzeria Anarchia

Pressemitteilung des Recht auf Stadt Netzwerks Wien zur Zwangsräumung der Pizzeria Anarchia
Am 28.7. soll die Pizzeria Anarchia in der Mühlfeldgasse 12 im zweiten Wiener Gemeindebezirk zwangsgeräumt werden.
Die über zweijährige Geschichte der Pizzeria gibt Einblicke in die Machenschaften von Immobilienfirmen, Prozesse von Gentrifizierung und Verdrängung. Sie ist ein besonderes Beispiel dafür, wie versucht wird, mit Wohnraum Profite zu steigern, auf Kosten der Menschen, für die günstiger Wohnraum überlebensnotwendig ist.
Die jetzigen Bewohner_innen (die “Punks”) der Mühlfeldgasse wurden von der Castella GmbH strategisch eingesetzt, um Altmieter_innen aus dem Gebäude zu verdrängen: Zwangsräumung selbstgemacht, mit psychologischer Kriegsführung. Das Haus sollte nach einer Sanierung und dem Zusammenlegen von Wohnungen als Einzeleigentum dann gewinnträchtig auf den Markt gebracht werden. Diesem Versuch widersetzten sich die Bewohner_innen erfolgreich, solidarisierten sich mit den Altmieter_innen und wehren sich so gegen steigende Mieten, Gentrifizierung und Verdrängung.
„Die Geschichte der Mühlfeldgasse 12 steht für die Erfahrung von vielen Menschen: Sie können die
steigenden Mieten nicht mehr bezahlen und werden verdrängt. Dies passiert auch in Wien, jeden Tag“, so Peter W. vom Recht auf Stadt Netzwerk Wien. Er verweist auf die über 2500 Zwangsräumungen, die jährlich in Wien stattfinden (1). „Zwangsräumungen sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs, häufig genug findet Verdrängung leise und unbemerkt statt“, führt er weiter aus. Denn in Wien gibt es noch keine Bewegungen, wie etwa in Berlin (2), Spanien und Griechenland, die Zwangsräumungen problematisieren und dagegen protestieren.
„Die Zwangsräumungen in Wien zeigen auf, dass das ‘soziale Wien` eher ein geliebtes Selbstbild als die Realität ist“, so Julia G. vom Netzwerk. Dies zeige sich auch am städtischen Umgang mit Freiräumen. Alternative Lebensentwürfe und aktive Raumnahmen würden kriminalisiert und unmöglich gemacht. „Wagenplätze oder Hausprojekte müssen möglich sein, der Raum ist da“, verweist Julia G. auf die vielen Leerstände in Wien.
Das Recht auf Stadt Netzwerk Wien solidarisiert sich mit den Bewohner_innen der Hofmühlgasse 12 und unterstützt ihren Protest. „Wohnraum darf keine Ware sein, mit der spekuliert wird. Die Bedürfnisse der Bewohner_innen müssen an erster Stelle stehen und nicht die Profitinteressen von Immobilieneigentümern“, fasst Peter W. die Forderung des Netzwerks zusammen.
Im „Recht auf Stadt Netzwerk Wien“ sind seit einem Jahr verschiedene Gruppen und Personen organisiert. Sie setzen sich gemeinsam für eine Stadt ein, die nach den Bedürfnissen ihrer Bewohner_innen gestaltet wird und nicht nach den Profitinteressen Weniger. Ausgrenzung und Verdrängung sollen sichtbargemacht und entgegenzutreten werden gemeinsam werden Perspektiven für eine ganz andere (gerechtere) Stadt aufgezeigt.

Kontakt Recht auf Stadt Netzwerk Wien

http://rechtaufstadt.at

Mail: contact@rechtaufstadt.at

Kontakt Pizzeria Anarchia

http://pizza.noblogs.org/

Mail: pizzeria@riseup.net
Tel.: 43 681 81 85 72 81
(1) http://urbanizm.net/28360/wohnen-in-wien-einblicke-ins-verborgene-teil-1-delogierungen/
(2) http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de

RaS_Pizzaria

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Angriff auf PizzariA

Artikel 26.04.2014 via https://linksunten.indymedia.org/de/node/111769:

Wiener Bullen drehen durch. Drei Menschen brutalst festgenommen. Grätzl wird belagert.
Verfasst von: pizza. Verfasst am: 26.04.2014 – 04:38. Geschehen am: Freitag, 25. April 2014. Kommentare: 1
Pizza bleibt!

Gestern, Freitag den 25. April, streiften zwei Kiwara gegen 20 Uhr durch die Mühlfeldgasse im Zweiten Wiener Gemeindebezirk. Kurz darauf wurden Menschen vor der Pizzeria Anarchia Opfer eines Angriffs der Bullen.

Wie so oft führten die unser Grätzl terrorisierenden Wiener Cops eine rassistische Kontrolle durch. Einige Menschen in der Pizza, die gerade an einem öffentlichen Workshop teilnahmen, entschlossen sich eine solidarische Intervention zu starten. Diese beschränkte sich auf Fragen nach dem Grund der Kontrolle (eine normale Kontrolle), Fordern der Dienstnummer (30967) und der Dokumentation via Fotos. Die kontrollierte Person wurde von der Polizei mitgenommen. Es wurde versucht durchzusetzen eine solidarische Person im Bullen-Auto mitfahren zu lassen bzw. den Namen des Postens zu erfahren, zu welchem die Person gebracht werden sollte.

Plötzlich sprinteten 4 Bullen aus unterschiedlichen Richtungen zur Situation hinzu. Bis dahin war eigentlich alles sehr ruhig. Kurz darauf kam ein weiteres Einsatzfahrzeug. Es wurde verweigert, dass eine Person im Auto mitfahren darf, jedoch wurde die Polizeistation genannt, in welche die kontrollierte Person gebracht werden sollte (Vorgartenstrasse). Als sich die Gruppe von dem Polizeiauto entfernte wurde sie plötzlich von hinten angegriffen. Währenddessen trafen laufend neue Einheiten ein. Es kam zu massivster Gewalt durch die Polizei. Pfefferspray, Tritte, Schläge mit Fäusten und Schlagstöcken, brutale Fixierung auf dem Boden. So brutal dass eine Person kurzzeitig ohnmächtig wurde. Krankenwägen wurden angefordert. Die Sanitäter behandelten zunächst nur die Bullen, welche sich gegenseitig gepfeffert hatten. Zu der ohnmächtigen Person und den anderen verletzten Personen wurden sie von den Bullen nicht durchgelassen. Währenddessen wurden die wehrlosen Personen weiterhin misshandelt. Einzelne solidarische Personen versuchten direkt zu helfen. Die Strassen rund um die Pizzeria waren binnen Minuten mit Wannen und Streifenwägen gepflastert, WEGA* und Hundestaffel trafen ein. Eine Erstürmung der Pizzeria Anarchia schien möglich. Die drei fixierten Menschen wurden abtransportiert.

Unser Viertel in der Nähe des Pratersterns wird seit Tagen von Bullen belagert. Rassistische Kontrollen sind alltäglich. Es reicht nicht mehr zu sagen, “Bullen verpisst euch aus unserem Viertel!”. Wir müssen uns organisieren!

Wir halten eine geplante Eskalation für möglich. Dies kann in anbetracht des näher rückenden Räumungstermins am 02.06 auch als Machtdemonstration geshen werden. Ohnehin dreht die Polizei in Wien seit Monaten völlig frei und kennt kein Halten mehr.

Dies bestätigte sich erneut, als einige solidarische Personen zu der Wache gefahren waren, um Informationen über die Verhafteten einzuholen. Zunächst wurde jede Auskunft verweigert. Nach etwa einer Stunde des Wartens erschienen etwa 20 WEGA Bullen, die die solidarische Gruppe entfernen wollten und diese damit bedrohten, in Haft genommen zu werden, da klar wäre, aus welchem Umfeld sie kämen. Es ist festzuhalten, dass sich die Menschen lediglich ruhig auf dem Gehsteig vor der Polizeistation aufgehalten hatten. Hierbei wurden das erste Mal vage Informationen über die Festgenommenen in Erfahrung gebracht. Im weiteren Verlauf wurde jede Auskunft verweigert. Bis zum jetztigen Zeitpunkt konnte nicht geklärt werden, wohin die Gefangenen verschleppt wurden. Die Gruppe verliess angesichts des sich aufbäumenden Polizeiapparates das Areal, wurde aber zwei Strassenkreuzungen entfernt wiederum gestoppt. Hierbei wurde ohne Begründung eine Person kontrolliert. Die Person wurde nach der Personalienabfrage wieder gehen gelassen. Dieser Einschüchterungsversuch zeigt erneut, dass sich diese Schlägerbande immer wieder klar außerhalb des gesetzlichen Rahmens bewegt, auf den sie sich beruft. Die schleichende Normalisierung von Polizeigewalt wollen wir nicht mehr hinnehmen.

Danke an alle solidarischen Personen. Auch an jene, die nicht direkt vorbei kommen konnten. Wir haben gehört, dass unsere SMS für manche uneindeutig war. Wir werden uns bemühen noch klarer zu kommunizieren. Bitte nehmt unsere Hilferufe ernst, wir werden diese, wie bisher, nur in Extremsituationen absetzen.

Wir gehen davon aus, dass die Kontrollen zunehmen werden. Wir brauchen noch mehr Unterstützung. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Kommt sonntags in die Pizzeria, checkt unseren Blog, bildet Telefonketten. Pizza bleibt. Jetzt erst recht.

Freiheit für unsere drei Freund_Innen! Freiheit für Josef! Feuer und Flamme der Repression!

Pizzeria anarchiA

Mühlfeldgasse12, 1020 Mazzes, Vienna

pizzaction.noblogs.org – pizza.noblogs.org

Themen:
Repression
Freiräume & Wohnungsnot
Antirassismus & Migration

Regionen:
Österreich
A-Osten

Orte:
Wien

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Am Abend des 25.04. gab es vor der Pizzeri Anarchia einen massiven Polizeiübergriff. Auslöser war laut https://twitter.com/maoamjetzt eine rassistische Polizeikontrolle (die gibt es in Wien ja bekanntermaßen öfters) und die solidarische Intervention von Leuten die das mitbekommen haben. Auf Nachfragen nach der Dienstnummer wussten die Polizisten sich scheinbar nicht besser zu Helfen als massiv gewalttätig zu werden. Im weiteren Verlauf wurden bis zu vier (?) Personen festgenommen, zumindest über drei Personen gibt es die Information (vorallem via twitter und sms) das sie noch im PAZ (PolizeianhalteZentrumRossauerlände) angehalten werden. Was genau ihnen vorgeworfen wird ist bis jetzt unklar (eventuell Widerstand gegen die Staatsgewalt? sowie weiter Vorwürfe?). Die Information das es sich bei den Verhafteten Personen um Refugee Aktivisten handelt konnte bis jetzt nicht bestätigt werden.
Die PizzA freut sich über Support (Leute die Vorbeikommen um zu Übernachten sollte es direkt zu einen Angriff kommen?) um 21h fand dort ebenso ein Notfalltreffen statt, ebenso wurde zumindest mit stand Mitternacht dazu aufgerufen zur Rossauerlände zu Kommen.

Auf Indymedia-linksunten gibt es einen Artikel (mehr Kommentare und Ergänzungen): https://linksunten.indymedia.org/de/node/111731

laut twitter gibt es seit ca. 20h10 einen Massiven Polizei an/übergriff auf die Pizzaria in Wien.
infos auf #pizza2504 #pizzableibt bzw. über @maoamjetzt

2127 bei den Festgenommen Personen soll es sich angeblich um illegalisierte Refugees handeln

2102 via @Brand_Saetze Entwarnung bei #Pizzeria, Bullerei wieder weg, keine Räumungsgefahr. kein Sinn, hinzufahren. #pizza2504 #pizzableibt

Mahriah ‏@Mahriah 2 Min. (20h56)
Die Polizei hat wohl 4 Leute aus der Pizzeria Anarchia mitgenommen, Notfallmeeting ab 21:00 in der Mühlfeldgasse 12! #pizzableibt #wien

maoam ‏@maoamjetzt 24 Min.
plz spread pizzeria anarchia is under attack! police totally crazy! emergency meeting starting 21h at pizzeria plz spread
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maoam ‏@maoamjetzt 28 Min.
plz rt und auch sms! bullen drehen durch bei Pizzeria Anarchia!
Details

maoam ‏@maoamjetzt 29 Min.
Bullen drehen durch bie Pizzeria Anarchia! Ein Mensch bewusstlos, pfeffer schläge! alles! herkommen!

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MAYDAY – Alles für Alle – und was hat das mit Recht auf Stadt zu tun?

1. Mai 2014
13:00

MAYDAY – 1.Mai 13h Wien Columbusplatz, 1100 Wien;

more Infos under -> http://mayday-wien.org

PREKÄR! Was ist das?
Bedeutungen:
[1] widerruflich, unsicher
[2] heikel, schwierig, problematisch

Beispiele:
[1] Das Beschäftigungsverhältnis als Leiharbeiter ist prekär.
[1] Das Prekäre an der aktuellen gesellschaftlichen Situation ist, dass die Lebens- verhältnisse instabil sind und sich jederzeit ändern können.
[2] Die Situation ist prekär.

Charakteristische Wortkombinationen:
[1] prekärer Friede, Waffenstillstand, prekäres Arbeitsverhältnis, Beschäftigungsverhältnis
[2] prekäre (finanzielle, wirtschaftliche) Lage, Situation

Wer profitiert von Entsolidarisierung und Verdrängung von Obdachlosen, Bettler*Innen, Sexarbeiter*Innen?

Wie war das nochmal mit der Sperrzone und Rechtsaußenstehenden, die in der Hofburg feiern?
Warum ist Josef weiterhin in Untersuchungshaft?

Hackeln bis zum Umfallen, Schikanierung beim AMS, Billiglöhne, soll’s das gewesen sein?

deutsch englisch – PDF download
deutsch türkisch – PDF download

MAYDAY MAYDAY!!
ALLES FÜR ALLE!
…und wie war das mit Recht auf Stadt?

Am 1.Mai findet wieder die europaweite Mayday-Parade statt – die (im Gegensatz zum alteingesessenen Feiern des “Tags der Arbeit”) auf lebhafte und kollektive Weise
PREKARISIERUNG UND IHRE GESICHTER thematisieren will. Prekarisierung bedeutet der Wandel von rechtlich und sozial abgesicherten Lebens- und Arbeitsverhältnissen hin zu unsicheren, weil widerruflichen oder nicht anerkannten bis zu ausbeutenden Tätigkeiten.
Weiters meint Prekarisierung auch – als Folge von gesellschaftlicher, (staats)politischer, wirtschaftlicher Normierung und ihrer Be- bzw. Verwertungslogik – die Unsichtbar-Machung von Menschen. Jener Menschen, die keine Privilegien nutzen können, die nicht an der Spitze des Patriarchats (= Bevorzugung, Dominanz, Herrschaft des “Männlichen”) stehen, die nicht dem erwarteten Geschlecht, der erwarteten Herkunft bzw. Hautfarbe oder der erwarteten Familien- oder Wohnform entsprechen (wollen).
Ja, es geht um viele Äußerlichkeiten, Papiere, Körper, Bildung, Rechte, Eigentum, Produktionskraft und -mittel und den Zugang dazu. Ganze Lebensentwürfe und -formen werden im Namen von Wirtschaftssystem, repressiven (Staats-)Mechanismen, (auch ungeschriebenen) Reglementierungen/ Gesetzen und (biologistisch argumentierender) hierarchischer Gesellschafts- Ordnung zum “Anderen” erklärt und der Verdrängung ausgesetzt! Prekäre Lebens- und Arbeitssituationen stehen oft im
Zusammenhang miteinander und bewegen sich zwischen Armut, Diskriminierung, Ausgrenzung und (scheinbarer) Machtlosigkeit.
Doch Prekarisierung ist bekämpfbar und wir wollen Impulse der Selbstbestimmung, Selbstorganisierung, Selbstverwaltung und Veränderung setzen, denn NICHTS MUSS SO BLEIBEN WIE ES IST!

Warum ALLES FÜR ALLE?
Alles für Alle war eine zentrale Forderung des zapatistischen Aufstandes in Mexiko gegen die kapitalistisch-neoliberalen Zustände (Stichwort: Privatisierung, Selbstregulierung, Globalisierung des Marktes), der auch vielfältige, nicht zu vereinheitlichende soziale Bewegungen angestoßen hat. Alles für Alle fordert ein, was uns zusteht, nämlich das gute Leben – in dem wir nicht die ganze Zeit mit der Erfüllung grundlegendster menschlicher Bedürfnisse nach Wohnen, Nahrung etc. durch Lohnarbeit beschäftigt sind und ansonsten brav konsumieren dürfen, wenn wir es (uns) denn überhaupt (leisten) können. Wir nehmen uns den Platz, den wir brauchen und wählen dafür selbst geeignete Mittel zur Gestaltung unserer Lebens, unserer Stadt – denn niemand sonst kann das für uns tun!

Alles für Alle rüttelt an den bestehenden Machtverhältnissen und bleibt nach wie vor ein zentrales strategisches Ziel, gerade dann, wenn die kapitalistische Realität in eine ganz andere Richtung weist: in die, der immer aggressiver werdenden Umverteilung von unten nach oben, einer fortgesetzten Entwertung jeglicher Arbeit, unseres Wissens und unseres Könnens.

Der CARE-STREIK
thematisiert oft als selbstverständlich gesehene (51% davon unbezahlte) Reproduktionsarbeit wie Haushaltsarbeit, Betreuung von Kindern, Pflege von Familienmitgliedern oder auch anderen Personen, die meist von Frauen* durchgeführt wird. Genauso geht es um Beziehungsarbeit, Sorge, Umsicht, Sich-Kümmern, Empathie, Aufmerksamkeit und Vereins-, Freiwilligen- und Solidaritätsarbeit, die nicht nur zur Unterstützung von Partner*Innen/Familie, sondern auch einer Gemeinschaft oder eines Netzwerks dienen. Beispiele sind Volxküchen, Commons/ Allmende (=gemeinschaftlich organisierte Landwirtschaft), Netzwerkarbeit
bei großen Bewegungen wie Occupy, Tahrir- Platz, Gezi-Park. In dieser Hinsicht geht Care über die Reproduktion hinaus, wirkt organisierend, konstituierend, schafft neue solidarische Formen. Wir müssen auch realisieren (wie es Aktivistinnen* schon in den 70ern in Dänemark oder Irland aktionistisch umgesetzt haben) welches Machtpotential in der Care-Arbeit steckt: wenn in diesem Bereich gestreikt wird, diese Arbeit nicht mehr gemacht wird, bricht die Ökonomie zusammen!
Das heißt beim Care-Streik geht es vor allem um Thematisierung und Politisierung – raus aus der Selbstverständlichkeit, treten wir in Aktion!!

Das RECHT AUF STADT
beschränkt sich nicht nur auf bestimmte Nutzungen urbaner Räume, sondern verlangt den Zugang zu politischen Debatten über zukünftige Entwicklungen.
Hierbei geht es nicht um individuelle, sondern kollektive Rechte wie leistbaren Wohnraum, nichtkommerzielle Freiräume, die Vergesellschaftung von Immobilien, eine
ökologische Stadtplanung, die mitgestalten und mitbestimmen lässt, verschiedene Wohnformen (wie z.B. auch Wagenplätze) und natürlich auch die Erhaltung bzw.
Wiederherstellung öffentlicher Grünflächen.
Gentrifizierung spielt dabei eine große Rolle – diese forciert eine Abwanderung ärmerer und den Zuzug wohlhabenderer Leute durch struktur-verändernde Gestaltung von Stadtvierteln. Was hipper ist, muss auch teurer sein! Und immer mehr Menschen werden aus ihren Wohnungen hinausgeekelt oder zwangsgeräumt.
Immobilienbesitzer*Innen, Stadtplanung, Wirtschaft und Politik wollen sich in ihre Geschäfte natürlich möglichst wenig dreinreden lassen, schließlich geht es ja um
viel. Nämlich um Geld und Prestige!
Doch die Öffentlichkeit sind wir ALLE und das Recht auf Stadt ist unsere politische Forderung: Die Stadt wächst mit uns!

Wir nehmen die Umstände nicht als gegeben hin und fordern euch auf, euch kreativ und konstruktiv zu beteiligen! Verschiedene Beiträge unterschiedlicher Gruppen und
Kollektive sollen unsichtbare Prekarisierung, Verdrängung und Repression aufzeigen und zum Handeln anregen. Seid kritisch, laut, tanzt und lacht, denn Emanzipation ist keine Sache der Willensanstrengung alleine und Prekarisierung keine dauerhafte Konstante!

-> Gegen Repression und Kriminalisierung selbstorganisierter Gruppen und Protest- Bewegungen!
-> Bewegungsfreiheit für Alle Personen, weltweit!
-> Für ein Einkommen zum Auskommen, unabhängig der Lohnarbeit!
-> Für die Stärkung der Care-Arbeit(enden)!
-> Für das Recht auf Stadt und die Anerkennung selbstorganisierter Wohnformen!
-> Für ein selbstbestimmtes Leben!
ALLES FÜR ALLE!

MAYDAY MAYDAY!
EVERYTHING FOR EVERYONE!
On May 1st the 8th pan-European Mayday-Parade is going to take place. Contrary to the traditional notion of celebrating the “Labour Day”, our aim is to address precarity marginalisation and their appearances. Precarity means that legal and social working and living conditions change from being safe to being unsafe and the conditions become increasingly unstable or even exploitative. These conditions are mostly invisible or go unnoticed because of political, economic and
social norms and standards. Precarity concerns patriarchy (Patriarchy = social structure in which authority is primarily exercised by males). It concerns those who have the “wrong” skincolour, the “wrong” gender etc. or those who don’t want to live in standard family or housing conditions. Those affected are mostly
not oppressed by only one of the factors mentioned above. A combination of those factors often leads to powerlessness, helplessness and poverty.
It is possible to fight those conditions and to fight patriarchy! We want to release a pulse for self-empowerment, autonomy and change!
Because THINGS CAN CHANGE!

So why EVERYTHING FOR EVERYONE?
“Everything for everyone” was a main postulation of the Zapatista-movement in Mexico against neoliberal capitalism. This movement has since then become a role
model for a wide range of social movements all over the world.

Everything for everyone demands a good life for everybody; a life in which it’s not necessary to spend all energy on satisfying one’s basic needs by wage labour. Now, if in the end there’s money and time left, people are supposed to spend it on consumer goods.
We are going to claim the space we need and want! Who else is going to do it for us? It is necessary to act now because the economic and social reality is moving more and more towards an unacceptable degree of disparity.

What is CARE-WORK (-strike?)?
Care-Work means reproductive work including chores, childcare, nursing care – these tasks are mostly taken on by women and are usually unpaid. But also voluntary, association work and basic social responsibilities such as empathetic and caring behaviour in general, can be a part of Care-Work. In social communities and political movements “care” outgrows it’s reproductive character and becomes a necessary and constructive power like in Occupy, Tahrir Place, Gezi Park, commons, food sharing etc.
It is necessary to realize, how important and powerful Care-Work is! Strikes in the caresector could lead to the collapse of the economic system (as shown by activists in the 70s in Ireland and Denmark). Let’s not take Care-Work for granted – take part in the protest!

The RIGHT TO THE CITY
…is not only the usage of urban space, but also the possibility of taking part in political discussions about future developments.
It’s about a right for everybody, a right to affordable living space and open public space, about public ownership of real estate and the right to choose a non-common kind of living (like living in trucks). Gentrification is a key word: planned, structural changes lead to raising cost of living, leaving non-wealthy
people increasingly marginalised. Other common phenomena are eviction or more subtle forms of pressure to get rid of those who are considered unwanted.
Real estate owners, urban planners, politicians and economists are not willing to give up their dominance – because it’s about money and prestige.
The city is a space for every single one of us – we have a right to take part in decision making processes! The city grows with us!

We’re not going to accept the current situation!
Take part in demonstrations, Care-Work Strike and all kinds of critical actions! During the Mayday-Parade groups and collectives are going to point out different forms of hidden casualisation, marginalisation and repression.
We want to inform people and encourage everybody to take action!
Because THINGS CAN CHANGE!

-> Against repression! Against the criminalisation of political protest!
-> Freedom of movement for everybody – worldwide!
-> For a social income that allows for a good life – without the pressure of wage labour!
-> For stronger recognition of Care-Work!
-> For the right to the city and the recognition of uncommon kinds of dwelling!
-> For an autonomous life!
EVERYTHING FOR EVERYONE!

MAYDAY MAYDAY!! HERŞEY HERKES İÇİN!
…Şehirde özgür yaşam hakkı mı demiştik?

Bu sene de 1 Mayıs tarihinde Avrupa çapında Mayday (1 Mayıs) yürüyüşleri ve gösterileri düzenleniyor. Geçmişte işçi bayramı olarak kutlanan bu özel günde artık kolektif ve canlı bir şekilde halkın egemen güçlerce PREKARYALAŞTIRILMASINI (sosyal anlamda güvencesizleştirilmesini) ve bu sürecin dinamiklerini konu edinmekteyiz.

Prekaryalaştırma, hukuki ve sosyal yönden güvenceli yaşam ve çalışma şartlarından giderek her an işten çıkartma ihtimaliyle baş başa, hukuk sisteminin dışına itilmiş, sömürü temelli ve güvencesiz koşullara gidişi ifade eden bir kavramdır. Prekaryalaştırma, aynı zamanda toplumsal, ekonomik ve siyasi koşulların dayattığı bir iklimde insanların değersizleştirilmesi ve hatta görünmezleştirilmesi sürecini ifade eder. Tabii burada ataerkil iktidar yapısının tepesinde bulunmayan, avantajlı cinsiyet, köken, ten rengi veya ailevi koşullara sahip olmayan, kısacası sistemin köşe başlarında bulunmayan ya da bulunmak istemeyen insanlardan bahsediyoruz.
Bu bağlamda beden, dış görünüş, eğitim, haklar, vatandaşlık, oturma ve çalışma izinleri, mülkiyet, iş gücü, üretim araçları ve bunlara erişim gibi kavramlar da son derece önemli yer tutuyorlar. Ekonomik düzen, baskıcı devlet mekanizmaları, yasalar, örf ve adetlerin dayattığı etnik hiyerarşi temelli toplumsal düzen, farklı yaşam biçimlerini ötekileştirmekle kalmayıp eritmeyi hedef edinmiş durumda. Bizlere dayatılan güvencesiz yaşam ve çalışma koşulları, fakirlik, ayrımcılığa uğrama ve dışlanma gibi sonuçlar doğurmakta ve muhataplarını kesif bir çaresizliğe itmektedir. Oysa prekaryalaştırma pratiği karşısında mücadele edilebilir ve edilmelidir de. Buna karşı biz halkın kendi kendisini örgütlediği ve yönettiği, özerk bir yapı ile değişimi öneriyoruz. Çünkü HİÇBİR ŞEY OLDUĞU ŞEKİLDE KALMAK ZORUNDA DEĞİL!

Neden HERKES İÇİN HERŞEY?
„Herkes için herşey!“ bundan 20 yıl önce Meksika’da yaşanan Zapatista Ayaklanması’nın ana talebiydi. Kapitalist-neoliberal politikalara (özelleştirmeler, küreselleşme, serbest pazarın her türlü denetimden çıkması gibi) tepki olarak doğan bu hareket, zaman içinde çok farklı toplumsal hareketlere de ilham kaynağı olmuştu. „Herkes için herşey“ felsefesi, „iyi bir yaşamın“ hepimizin hakkı olduğundan hareket ediyor. Buna göre, tüm zamanımızı barınma hakkı veya beslenme gibi en temel insani taleplerimizi karşılayabilmek için adeta birer köle gibi kapitalist sistemi beslemekle geçirmek, kalan zamanlarımızda da imkanlarımız dahilinde uslu bir şekilde bize sunulan ürünleri tüketmek bize göre „iyi bir yaşam“ değil. Aksine, biz ihtiyacımız olan alanları almayı, kendi hayatımıza, yaşadığımız ortama kendimiz biçim vermeyi benimsiyoruz. Zira biliyoruz ki, biz harekete geçmezsek bunları bize kimse altın tepside sunmayacak.

Herkes için herşey, günümüzde hüküm süren iktidar ve tahakküm ilişkilerini kökünden sarsmayı amaçlayan bizlerin temel stratejik hedefidir. Tam da kapitalist sistemin gerçekliği ters yönde bir gelişim gösterirken, ekonomik eşitsizlik daha da derinleşir, işgücümüz, becerilerimiz ve eğitimimiz günden güne değersizleşirken, bu talebi ortaya koymak her zamankinden daha da gereklidir.

„CARE“ GREVİ
Bu insiyatif genellikle kadınlar tarafından üstlenilen ev işleri, çocukların ya da diğer aile bireylerinin bakımı gibi adeta mecburi görülen ve çoğunlukla ücretlendirilmeyen faaliyetleri konu edinmektedir. Tabii bu faaliyetler ilişkiler için sarf edilen emekten gönüllü sosyal faaliyetlere, „öteki“ ile kurulan empatiden çevre için gösterilen özene, karşılıklı saygıdan dayanışma eylemlerine kadar geniş bir çerçevede ele alınmalıdır ve yalnızca partner ya da aileye verilen desteğe değil, bir grup veya topluluk için harcanan emeğe de işaret eder. Örnek olarak halk mutfakları (Volxküchen) ve ortak kullanıma açık tarım arazileri (Commons/Allmende) oluşturmak, Occupy, Tahrir veya Gezi ayaklanmaları arasında iletişim ağları kurmak gibi faaliyetler sayılabilir. Bu anlamda Care hareketi var olanın tekrarından çok, yeni organize olma ve dayanışma biçimleri üretmeyi amaçlar. 1970li yıllarda Danimarka veya İrlanda’daki aktivistlerin bu yöndeki çabaları bize Care hareketinin potansiyel gücünü göstermiştir. Ev işleri, aile bakımı gibi alanlarda greve gidildiği, bu işlerin ücretsiz yapılmasının reddedildiği bir ortamda kapitalist ekonomik sistemin de yaşama şansı kalmayacaktır. „Care“ grevi hareketinin amacı tüm bu konuları gündeme taşımak, siyasi dizgeye sokmak ve kendiliğinden yapıldığı sanılan bu işlerin değerini ortaya koymaktır. Haydi eyleme!

ŞEHİR HAKKI (Das RECHT AUF STADT)
Bu insiyatif ise kentsel alanların belirli kullanım amaçlarına açılmasının yanı sıra gelecekte kentlerde gerçekleşecek değişimler hakkında yapılacak siyasi tartışmalar ve karar aşamalarında yer almayı da talep etmektedir. Burada konu ettiğimiz haklar bireysel değil, kolektif haklardır. Birkaç örnek vermek gerekirse, makul kira miktarları, ticaretten arındırılmış özgür alanlar, emlak bürolarının kamulaştırılması (kamu eşittir halk), önceliğini ekoloji olarak belirleyen ve halkın karar mekanizmalarına katılabileceği bir şehir planlama anlayışı, farklı barınma şekillerinin desteklenmesi (örneğin karavan ve kamplar) ve tabii ki yeşil alanların korunarak daha da genişletilmesi gibi somut talepler ortaya koymaktayız. Bu noktada „kentsel dönüşüm“ ve „soylulaştırma“ kavramlarına özellikle vurgu yapmak gerekir. Zira sıkça kullanılan bu kavramlar aslen şehirlerimizde belli bölgelerde düşük gelirli insanların yaşadıkları yerleri terk etmeye zorlanarak bu bölgelerin „elden geçirilmesini“ takiben, yüksek gelir gruplarından insanlara pazarlanmasını ifade eder. Bu yeni „cazibe merkezlerinde“ doğal olarak emlak fiyatları da, kiralar da yok yere pahalılaşır. Olan da yaşadıkları bölgelerden adeta sürülen insanlara olur. Gayrımenkul sahipleri, emlak şirketleri, şehir planlamacıları, iş dünyası ve de siyasetin bu konulardaki karar mekanizmalarına sivil insiyatifleri ve dolayısıyla halkı katmak konusunda gönülsüz oldukları açıktır. Zira işin ucunda çok para ve büyük prestij söz konusudur. Ancak biz, HEPİMİZ kamuoyunun oluşturan insanlar olarak şehir hakkımızı istiyoruz! Zira şehirler bizim varlığımızla anlam kazanırlar.

Halihazırdaki durumu ve şartları kabullenmiyor, herkesi şehir ve yaşama hakkına yapıcı ve yaratıcı bir şekilde sahip çıkmaya davet ediyoruz! Çeşitli grup ve kolektiflerin katkıları, prekaryalaştırma (güvencesizleştirme), ötekileştirme ve baskı gibi iktidar pratiklerini daha da görünür kılmaya ve insanları bu konuda harekete geçmeye teşvik edecektir. Eleştirel olun, hakkınızı yüksek sesle arayın, dans edin ve gülün! Çünkü özgürlüğe ve eşitliğe giden yola yalnızca arzu ve irade sayesinde çıkamazsınız. Prekaryalaşma değişmez ve çıkışı olmayan bir durum değildir!

-> Direniş hareketleri ve otonom grupların kriminalize edilmesi, iktidar baskısına uğramasına karşı!
-> Tüm dünyada herkesin dolaşım derbestliği için!
-> Maaşlı köleliğin yerine adil bir gelir dağılımı için!
-> Care işçilerinin desteklenmesi için!
-> Şehir ve yaşam alanlarımızın kaderini kendimiz tayin edebilmek ve otonom barınma haklarının tanınmasını sağlamak için!
-> Hayatlarımızı kendi irademizle belirleyebilmek için!
HERŞEY HERKES İÇİN!

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Amerlinghaus soll zerschlagen werden!

17. April 2014
13:00
22. April 2014
18:00
23. April 2014
16:00

An die Hausgruppen, Freund_innen und Unterstützer_innen:

Die Zeit bis zur Gemeinderatssitzung am 29. April, wo die 60%ige Kürzung beschlossen werden soll wird knapp! Wir müssen alle Kräfte mobilisieren, um die Zerschlagung des Kulturzentrums zu verhindern!

Die aktuellen Infos zu den nächsten Aktionen:

Do. 17. April 13:00 Aktionstag
Treffpunkt (Zeit geändert!!) 13:00 Uhr Amerlinghaus
Prozession zum Friedrich-Schmidt-Platz (hinterm Rathaus)
13:30: Subventionssuche am Friedrich-Schmidt-Platz
Wenn die MA 13 nicht ins Kulturzentrum im Amerlinghaus kommt, kommt das Kulturzentrum zur MA13 …

Kurzfristig wurde uns mitgeteilt, dass der geplante Gesprächstermin mit der Leiterin der MA13 um 15:00 zwar stattfindet, allerdings nicht im Amerlinghaus, stattdessen wurden wir in die MA13 geladen.

Deshalb werden wir geschlossen vom Amerlinghaus zum Friedrich-Schmidt-Platz vor die MA13 gehen.

KOMMT ALLE! Bereitet Redebeiträge, kreative Statements, aktionistische Interventionen vor. Jede Gruppe plant eine Aktion!

Wir begeben uns auf eine Subventionssuche in großem Stil.

Mi 23. April 16:00 am Augartenspitz
Kundgebung/Ausgangspunkt für Stadtentwicklungsspaziergang zum Odeon
Stadtplanung – nicht ohne uns!
Wir lassen uns nicht unsichtbar machen, nicht ausschließen, verdrängen, räumen oder aushungern!

Für das Recht auf Stadt! Die Stadt sind wir alle!
Um 18:00
Wir besuchen den „BürgerInnendialog „WIEN WOHIN? Stadt entwickeln“ mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Anmelden ist günstig: http://www.wien2025anmeldung.at/

Hinweis: am Di 22. April ab 18:00 im Amerlinghaus
Veranstaltung zu Recht auf Stadt, sozialer Verdrängung, öffentlicher Raum im Rahmen von Pizza bleibt- Squat the World – Aktionstage

Beteiligt euch zahlreich. Wir müssen möglichst rasch Druck aufbauen und breitenwirksam werden, und zwar noch vor der Gemeinderatssitzung am 29. April, bei der die um 60% gekürzte Subvention beschlossen werden soll.

Was jede Gruppe tun kann und soll:
- Infos möglichst breit weiterverbreiten. Nutzt eure Kontakte, Internetseiten, öffentlichen Medien u.ä. Eigene kreative / lästige Interventionen jeglicher Art sind willkommen
- Plakate und Flyer müssen verteilt werden
- Weiter Protestmails an die Verantwortlichen schicken
- Öffentlichkeit schaffen, Pressearbeit vorantreiben, Medieninteresse wecken.

Vorlage zu Flyern & Plakaten, Protestmails, Termine, Infos & unsere Stellungnahmen & Texte findet ihr auf
www.amerlinghaus.at (www.amerlinghaus.at/sites/Materialien.htm)

Weitere Infos folgen

mit solidarischen Grüßen
Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus

Stiftg. 8 A-1070 Wien

Tel.: 01 523 64 75 amerlinghaus@inode.at
www.amerlinghaus.at

Wir sind erreichbar:
werktags Montag 16:00 – 22:00; werktags Di – Fr 14:00 – 22:00

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DEMONSTRATION 21.03.2014 “Jetzt hauen wir gemeinsam auf den Putz”! (PizzeriA/Gänseblümchen)

21. März 2014
13:00


Freiräume sind bedroht! Die Pizzeria Anarchia steht kurz vor der Räumung, die Wagentruppe Treibstoff und der Wagenplatz Gänseblümchen sind bedroht. Deshalb rufen wir zu einer gemeinsamen Demo für den Erhalt von selbverwalteten Räumen und Plätzen auf.

Treffpunkt: Friedrich-Schmidt-Platz (Rathaus)

Zeitpunkt: 13:00 – 15:00 Kundgebung (mit Volxküche)
15:00 Demobeginn

Pizzeria Anarchia
Wagentruppe Treibstoff
Wagengruppe Gänseblümchen
bleiben!

Wir bleiben alle!

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Fight repression! Drohende Räumung von Schlafquartieren auf der Donauinsel

18. März 2014
08:00

[Wien] Fight repression! Drohende Räumung von Schlafquartieren auf der Donauinsel
Verfasst von: Antifaschistische Aktion Transdanubien. Verfasst am: 16.03.2014 – 22:13.
via: https://linksunten.indymedia.org/de/node/108566

Gerüchten zufolge werden kommenden Dienstag, den 18.03.2014, um 9 Uhr Schlafquartiere von wohnungslosen Menschen auf der Donauinsel in Wien polizeilich geräumt. Bereits im Herbst 2013 wurden aus dem Wiener Stadtpark mehrere Wohnungslose vertrieben. Im Zuge dessen kam es auch zu teils hohen Geldstrafen, die mit der Wiener Kampierverordnung begründet wurden. Die Verdrängung von Menschen aus dem öffentlichen Raum, die ohnehin schon unter prekären Bedingungen leben, spiegelt den immer absurder werdenden Umgang mit all jenen Menschen wider, die der kapitalistischen Verwertungslogik nicht Folge leisten wollen/können/dürfen.

Damit dieser massive Repressionsakt nicht ungestört von Statten gehen kann:

Treffpunkt Dienstag, 18.3.14
8 Uhr morgens
U2-Station Donaustadtbrücke
(Ausgang Richtung Donau)

Die Quartiere befinden sich in der Nähe der Steinspornbrücke und sind mit dem Fahrrad in ca. 15 Minuten vom Treffpunkt aus zu erreichen (zu Fuß dauert es dementsprechend länger, daher bitte wenn möglich ein Fahrrad mitnehmen).

Gegen Staat, Nation und Kapitalismus!
Gegen den beschissenen Normalzustand!

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Ein Leitfaden für solidarisches Kartieren

Einleitung

Kartieren, mappen, Karten machen. Das übt auch in solidarischen und emanzipativen Zusammenhängen eine Faszination aus. Eine Karte als Werkzeug, um sich Überblick zu verschaffen, um die Verbreitung von Ideen zu zeigen oder Bedrohungen, Konflikte, Potenziale aufzuzeigen. Das Verhältnis zwischen Kartierungs-Begeisterten und den “gemappten” Initiativen und Ressourcen ist dabei ganz unterschiedlich ausgeprägt, nicht jede*r will auf einer Karte abgebildet sein und nicht immer wird die eigene Sicht auf die Verhältnisse von den vermeintlichen Mitstreiter*innen auch geteilt.

Dieser Leitfaden soll als Anregung dienen, sich mit möglichen Problemfeldern in Kartierungsprojekten und ihrem Verhältnis zum Umfeld sensibel auseinanderzusetzen. Er kann als Grundlage dienen, eine Auseinandersetzung zu führen, sensible und schwierige Themen zu benennen und gegebenenfalls im Ergebnis mit abzubilden.

Die Anregungen im Leitfaden können und sollen keine “Vorschriften” sein. Initiativen entscheiden autonom über ihre Kartierungspraxis. Wer sich mit dem Leitfaden assoziiert, dokumentiert damit, sich mit den hier angesprochenen Themen im Rahmen des Projekts auseinanderzusetzen und diesen Prozess in die Kartierungsarbeit einzubringen – wie immer die angesprochenen Themen, Ansprüche und Konfliktfelder dann im einzelnen gelöst oder bearbeitet werden. Schön wäre in jedem Fall eine Dokumentation dieses Prozesses, die die Gründe für getroffene Entscheidungen skizziert und für Außenstehende nachvollziehbar macht.

Die Gedankensammlung zu den Ansätzen und Fragestellungen des Leitfadens entstanden in einem Workshop im Rahmen des Solidarökonomie Kongresses in Wien 2013, den Menschen aus dem Umfeld von Platz-da!? [http://platzda.blogsport.eu/] und Vivir Bien [http://vivirbien.mediavirus.org/] gemeinsam organisierten.

Die Motivation für den Workshop waren Erfahrungen aus Kartierungsprojekten, die Konflikt- und Spannungsfelder offengelegt haben und auf allgemeine Fragen verwiesen, die es wünschenswert gemacht haben, ganz bewusst Kartierte und Kartierende zusammenzuführen, um Wege für einen sinnvollen Umgang mit diesen Problemfeldern auszuloten. Die Texte zu den 3 Themen, die sich herauskristallisiert haben, basieren auf einer Mindmap, die im Workshop entwickelt wurde.

THEMEN

I. “Respektiert die Selbstdarstellungshoheit anderer!”

Karten sind Repräsentationen. Inhalte und Gegebenheiten werden in Zusammenhang gebracht. Zusammenhänge und Verbindungen wiederum sind Interpretationsvorlagen, sie grenzen ab, aus und ein, und die einzelnen “Fakten” sprechen nicht mehr singulär für sich. Kartierungen liegen immer Analysen und Ansichten zugrunde, die niemals einer generellen Wahrheit entsprechen können. Gleichzeitig wirken Karten aber irgendwie seriös, irgendwie objektiv und scheinen “alles wichtige” abzubilden. Die Kritik am ideologischen oder realitätskonstruierenden Charakter einer hegemonialen Karte gilt genauso für alle anderen, alternativen Kartierungen.

Genau jener Charakter kann eine alternative Kartierung zu einer subversiven Irritation und gedankenanregenden Überraschung machen, aber damit sollten alle von ihr “Betroffenen”, also in erster Line die in der Karte dargestellten, einverstanden sein. Wer Gruppen und/ oder Projekte kartiert, sollte diese fragen, was sie davon halten in dem Zusammenhang, den die Karte herstellt, repäsentiert zu werden.

Solidarische Kartierungen können darüber hinaus einen gemeinsamen Wissens- und Auseinandersetzungs-Mehrwert generieren, wenn die erste Idee zur Kartierung zur gemeinsamen Reflexion und Weiterentwicklung mit allen Repräsentierten freigegeben wird. Sind die “Objekte” der Kartierung gleichzeitig auch Involvierte in der Produktion, ist die Karte am Ende viel mehr auch Selbstdarstellung als “aus Versehen” unerwünschte Fremddarstellung. Und das trägt mit Sicherheit zur besseren Verbreitung und zur allgemeinen Freude aller bei.

Bedürfnisse Anderer

- möchten wissen, dass sie “gemappt wurden”
- möchten wissen, was das Ziel, die Nutzer*innen und die Aussage eurer Karte sind
- möchten bestimmen können, wo und welche Informationen über sie veröffentlicht werden
- möchten vielleicht verborgen bleiben

Anregungen

- lasst andere frühzeitig wissen, dass sie in eurer Karte aufscheinen sollen
- dokumentiert das Ziel, die geplanten Nutzer*innen und die Aussage eurer Karte
- lasst andere mitgestalten, wie und in welchen Zusammenhängen ihr Projekt auf euere Karte dargestellt wird
- bietet einen direkten Weg an, Daten zu korrigieren und Feedback zu geben (siehe auch II.)

II. “Zeigt eine bunte Welt!”

Die historische Entstehung von Karten ist eng mit der Entwicklung von Nationalstaaten und ihren Herrschaftsinstrumenten verknüpft. Sie bildeten und bilden die repräsentative Grundlage der Behauptung von Grenzen, Hierarchien und Ordnungen. Ist auf der allgemeinen Stadtkarte die Schnellstraße groß und fett eingezeichnet und der Radweg überhaupt nicht, dann spiegeln sich darin die Bedeutung des Fahrrades und des Autos im Stadtverkehr. Das ist für manche Lesarten richtig, wichtig und gut, für andere weniger. Generell bilden offizielle und komerzielle Karten die hegemonialen Herrschaftsverhältnisse von Staat und Markt ab.

Demgegenüber steht die Reklamation einer möglichen anderen Welt durch emanzipatorische Projekte, und dementsprechend kritisch können Kartierungsprojekte mit der bildlichen Grundlage ihrer Karte umzugehen versuchen. Vielleicht ist es für die kartierten Themen produktiv die hegemonialen Herrschaftsverhältnisse einmal nicht zu zitieren?

Bedürfnisse Anderer

- möchten ihr Projekt nicht im Kontext eines “staatlichen Blicks” sehen oder immer wieder solche Karten ansehen müssen
- möchten eure Karte selbst interpretieren, nicht alles vorgegeben bekommen
- möchten sich auf der Karte zurechtfinden

Anregungen

- gestaltet eure Karte!
- verwendet Alternativen zu bekannten Kartendarstellungen
- macht mehrere Karten in verschiedenen Maßstäben und Darstellungen

Ressourcen dazu

- Counter-cartographies Collective http://www.countercartographies.org/
- OpenStreetMap http://www.openstreetmap.org/
- Maps Without Borders http://www.mapswithoutborders.eu/
- OpenCycleMap / Public Transport Map http://www.thunderforest.com/

III. “Schafft ein Commons!”

Jeder kreative Output, auch Medien- und Informationserzeugnisse, werden in unserer Welt standardmäßig erstmal der Markt- und Eigentumslogik unterworfen – das heißt, dass eure Karte oder Informationssammlung streng genommen von anderen zwar betrachtet, aber erstmal nicht weiterverbreitet, verändert und “remixed” werden darf, sofern ihr nicht ausdrücklich etwas anderes festlegt. Demgegenüber stehen Versuche wie die Commons-Bewegung, Open Source Software oder die “Open Definition” [http://opendefinition.org/okd/deutsch/], Ressourcen gemeinsam und möglichst frei zu nutzen.

Ein häufig verwendetes Tool, um eure Karte zu einem Gemeingut (Commons) zu machen, sind die Lizenzen von Creative Commons. Mit Creative Commons Lizenzen kann man sich wie in einer Art “Baukastensystem” zusammenstellen, was andere mit euren Daten bzw. eurer Karte machen dürfen. Dazu reicht es, zu erklären, dass das Werk unter der gewählten Lizenz steht und auf den Lizenztext zu verlinken. Weitergehende Ansätze wie Public Domain oder die “Do What the Fuck You Want to Public License” versuchen das Werk soweit rechtlich möglich überhaupt von der Urheberrechts-Logik zu entheben.

Bedürfnisse Anderer

- möchten öffentliche Daten in anderen Zusammenhängen verwenden
- möchten eure Arbeit weiterführen und eigene Projekte darauf aufbauen
- möchten Daten aktuell halten und ergänzen

Anregungen

- wählt eine möglichst offene Lizenz für eure Karte
- verwendet andere Commons
- bietet einen direkten Weg an, Daten zu korrigieren und Feedback zu geben

Ressourcen dazu

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Anhang 1: Weiterführende Ressourcen und Inspiration/ Linksammlung http://platzda.blogsport.eu/2012/09/23/karte-der-urban-commons-in-wien/

http://www.leerstandsmelder.de/

http://vivirbien.mediavirus.org/

orangotango.info/#1
www.transitmigration.org/migmap/home_en…
iconoclasistas.com.ar
www.freespaceberlin.org
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eipcp.net/transversal/0406/tsg/de
www.namediffusion.net/indexancien.htm
www.cyberfeminism.net/biopower/bp_map.html
hackitectura.net/blog/en/2011/mapping-t…

http://www.subversivefestival.com/txtl/1/4/en/home

http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1791767

http://www.divercity.berlin.heimat.de/

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ÖGFA_Impulsreferate mit Respondenz und Diskussion: Ressource Großwohnbauten

28. März 2014
19:00

Vortrag und Diskussion

ÖGFA_Impulsreferate mit Respondenz und Diskussion: Ressource Großwohnbauten – Bernd Hunger, Jan Tabor , Angelika Schnell

28.03.2014 | 19:00

Veranstaltungsort: Gumpendorfer Straße 63b, 1060 Wien

Kleinteilig, sozial und funktional durchmischt soll sie sein die europäische Stadt, so steht es seit Jahren in den strategischen Plänen der Stadtplanung. Welche Rolle kommt dabei den Stadterweiterungsprojekten der Nachkriegszeit zu, den Großwohnbauten aus den 1960er und 1970er Jahren, aus denen unsere Städte auch bestehen?

Das Image dieser Großwohnbauten ist nicht das Allerbeste, kommen sie doch in den Medien vor allem als „soziale Brennpunkte“ vor, die man am liebsten zum Verschwinden bringen möchte, was in einigen Fällen durch Sprengung und Ersatzneubauten auch schon geschehen sind. Positive Ausnahmen wie der vielfach beforschte und mit einer hohen Lebensqualität zertifizierte Wohnpark Alt Erlaa von Harry Glück bestätigen scheinbar nur die Regel. Welche spezifischen Qualitäten bieten Großwohnbauten heute und zukünftig für ihre Bewohnerinnen und Bewohner? Welchen Platz können sie in Diskurs und Praxis von Architektur und Stadtentwicklung finden?

Viel ist die Rede von einer notwendigen Urbanisierung der monofunktionalen Großwohnsiedlungen, von einer Aufwertung der öffentlichen Räume, einer Verbesserung des Wohnumfeldes und einer Förderung der sozialen und funktionalen Durchmischung. Im Zuge der aktuellen Wachstumsprognosen richtet sich in Wien der Blick aber noch aus anderen Gründen auf die Großwohnbauten. Sie gelten als Ressourcen für inneres Stadtwachstum, also für Nachverdichtung. Wie werden solche Stadtumbauten zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner gestaltet? Wer bewertet die vorhandenen Qualitäten? Wie sollen wir mit der Ressource Raum umgehen, die in den Großwohnsiedlungen noch reichlich vorhanden ist? In wessen Interesse und Gewinn wird gehandelt?
Text: Angelika Fitz

Referate:

Bernd Hunger
Stadtplaner und Stadtsoziologe in Berlin; Referent für Wohnungs- und Städtebau, Forschung und Entwicklung beim GdW Bundesverband deut-scher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.; Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung; Vorsitzender des „Kompetenzzentrum Großsiedlungen Berlin” e.V.; Arbeitsschwerpunkte: Stadtumbau Ost und West, Städtebauliche und soziale Weiterentwicklung von Großsiedlungen, Soziale Stadt, integrierte Stadtentwicklungskonzepte, Baukultur im Wohnungs- und Städtebau, Strategien zum Zusammenwirken von Kommunen und Wohnungswirtschaft in der Stadtentwicklung

Jan Tabor
Architekturtheoretiker, Ausstellungsmacher, unterrichtet Architektur an der Universität für angewandte Kunst in Wien und Akademie der Künste in Bratislava, Berufsrevolutionär, 1. Sekretär der symposionistischen Internationale, außerordentliches Ehrenmitglied des Wiener Künstlerhauses, Mitarbeiter der Ausstellung Kunst und Befreiung.

Respondenz:

Angelika Schnell
Architekturtheoretikerin und -historikerin; Studium der Theaterwissenschaften und der Architektur in München, Berlin und Delft; von 1993 bis 2001 Redakteurin der Architektur und Städtebauzeitschrift ARCH+; seit 1999 Lehrtätigkeit in Architekturgeschichte, Architekturtheorie und Entwurf, seit Oktober 2009 Professur an der Akademie der bildenden Künste Wien

Moderation: Angelika Fitz, ÖGFA

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